50 Jahre im Dienst der Arnsteiner Patres
Im Kreise seiner Familie hat Pater Bernhard Bornefeld aus Everswinkel seine Goldene Ordensprofess gefeiert: (v. l.) Pater Bernhard Bornefeld, Karl, Thomas und Elisabeth Bornefeld, Franz-Josef und Hedwig Otten, geb. Bornefeld.

Heute wohnt Pater Bernhard Bornefeld gemeinsam mit Pater Peter Harr in einem Mehrparteienhaus. Für den 72-Jährigen ist das eine neue Erfahrung: Die vergangenen 50 Jahre hat er in verschiedenen Klostern gelebt.

Der aus einer katholischen Bauernfamilie stammende Everswinkeler wurde im August 1946 als jüngstes von acht Kindern geboren. Bereits während seiner Zeit am Gymnasium erhoffte sich Bornefeld, später studieren zu können. Als ein Pater an Bornefelds Schule die zukünftigen Abiturienten über das von den Arnsteiner Patres unterhaltene Internat St. Christophorus unterrichtete, wurde aus dem Wunsch Realität. Nach dem Abitur 1968 zog Bornefeld in das im niederländischen Simpelveld ansässige Kloster der Patres. Neben seinem Philosophie- und Theologiestudium legte er nach einem Jahr Orientierung 1969 die Ordensprofess ab.

In den folgenden 50 Jahren bei den Arnsteiner Patres erlebte Bornefeld viele Höhen, aber auch einige Tiefen. Er nahm unterschiedliche Ämter sowie Aufgaben wahr und lernte viele Menschen kennen, gleichzeitig erlebte er aber auch die Probleme, die der Nachwuchsmangel im Orden mit sich brachte. Nach einer Ausbildung in sozialer Arbeit zog Bornefeld in das Werner Kloster der Patres und übernahm, nach einem Berufspraktikum im Kreis Unna, 1978 die Leitung des ordenseigenen Internats. Nur vier Jahre später erfolgte die Schließung – aufgrund fehlenden Nachwuchses im Orden.

In den kommenden Jahren übernahm Bornefeld bis zu deren Auflösung 1991 die Leitung der Hochschule in Simpelveld, an welcher er früher selbst studiert hatte. Nach anschließenden acht Jahren als Verantwortlicher für Seelsorge und Pilger im Kloster bei Seelbach in Arnstein ging Bornefeld zurück in die Niederlande. Diesmal aber nach Brunssum, als Militärpfarrer im NATO-Hauptquartier. Später wechselte er den Arbeitsbereich und betreute fortan auf Luftwaffenstützpunkten in Deutschland und den Niederlanden rund 900 Rekruten seelsorgerisch. 2009 erfolgte die Rückkehr nach Arnstein für weitere seelsorgerische  Tätigkeiten.

Zehn Jahre später sind die Patres aus dem Kloster bei Seelbach ausgezogen. Bornefeld bekleidet heute eine halbe Pfarrstelle. Obwohl ihm die vielen Schließungen zugesetzt haben, hat sich eines nicht geändert: Die Bornefeld so wichtige Gemeinschaft mit anderen Menschen ist auch außerhalb des Klosters gegeben: in seinem neuen Zuhause, dem Mehrparteienhaus.

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