90 Prozent für neuen Lebensmittelmarkt
Bild: Hilleke
Mangelhafte Noten für das bestehende Einzelhandelsangebot und der  Wunsch nach einem neuen Lebensmittelversorger – das ist das Ergebnis der Bürgerbefragung zur Lebensmittelversorgung in Everswinkel und Alverskirchen.
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Knapp 100 Interessierte fanden sich im Ratssaal des Rathauses ein, um die Bekanntgabe der Ergebnisse zu verfolgen, die Interpretation der Experten zu hören und Fragen zu stellen. „Wir haben einen Rücklauf der Antwortbögen von fast 60 Prozent gehabt. Das zeigt, dass viele Menschen das Thema interessiert und nicht nur Politiker und Experten“, sagte Bürgermeister Ludger Banken gleich zu Beginn. Die mit der Umfrage beauftragten Mitarbeiter der BBE Handelsberatung stellten die Ergebnisse vor. Wichtige Aspekte, die von den Befragten in der Umfrage genannt wurden, seien die Gestaltung des öffentlichen Raums, Öffnungszeiten der Geschäfte und mehr Angebote in und außerhalb des Ortes. „Fast jeder vierte Haushalt hat dem Einzelhandelsangebot eine mangelhafte Note gegeben“, betonte Schrader. „Dies zeigt ausdrücklich den Wunsch nach mehr und besserem Angebot.“ Die in der Umfrage deutlich gewordene Außenorientierung einiger Bürger beim Einkaufen, sei es in Münster oder Warendorf, unterstreicht die 89 Prozent Ja-Stimmen für einen neuen Lebensmittelversorger im Ort. Auf die Frage, wo sich die Bürger einen neuen Versorger wünschen würden, gaben 85 Prozent an, dass es egal sei, wo der neue Standort sei. Im Vordergrund stehe, dass ein neuer komme. In der Fragerunde wurde auch Kritik laut. „Alles, was jetzt hier genannt wurde, war auch schon im Voraus klar. Wir Bürger wollen wissen, welche Grundstücke in Frage kommen“, sagte ein Bürger. Bürgermeister Banken erwiderte, dass die Verhandlungen noch nicht geführt seien. Die Schlüsse, die man nun aus der Befragung ziehen könne, seien aber hilfreich, um diese voranzutreiben. Am Schluss der Veranstaltung verdeutlichte der Bürgermeister noch einmal die Bedeutung der Umfrage, da sie ein wichtiger Baustein für die Zukunftsplanung sei. Die Gremien, die die Entscheidungen träfen, könnten nun anhand der Umfrage auf die Wünsche der Bürger eingehen. „Wenn alles klappt, hoffe ich, dass wir im Laufe des Sommers eine Entscheidung gefällt haben“, sagte Banken. Er betonte aber auch die Schwierigkeit der Entscheidungsfindung. „Die Fragen sind: Wo und was dürfen oder können wir“, sagte der Bürgermeister.

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