Aktive beweisen Stolz aufs Dorf
Bild: Mettelem
„...den Adler auf der Klippe Horst“: Die Ehrengarde brachte das Vereinslied pantomimisch und mit viel Humor dem Publikum näher.
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 Das Programm, das die Moderatoren Josef Beuck, Frank Holzmüller und Franz-Josef Rutsch begleiteten, wurde am Freitag begeistert vom Publikum aufgenommen. Dabei war es mit Humor, Musik, Tanz und vor allen Dingen Informationen über Vergangenes und Mögliches gestaltet worden, wie es Josef Beuck als Vorsitzender des Heimatvereins zusammenfasste.

„Unsere Heimat lebt“: Unter dieses Motto hatten die Organisatoren den Abend im Festzelt gestellt. Die Beiträge dazu lieferten die zahlreichen Vereine und Gruppen, die das kulturelle Leben in Everswinkel für sich und für andere gestalten. Angesichts der Darbietungen fiel die Begrüßung der Ehrengäste kurz aus: Das amtierende Königspaar Thomas und Stefanie Püning, Pfarrer Heinrich Hagedorn, Bürgermeister Sebastian Seidel (auch als aktiver Schütze), Dr. Jörg Welzel als Chef der mitveranstaltenden Freiwilligen Feuerwehr sowie Berthold Buntenkötter als Vorsitzender des Bürgerschützenvereins wurden begrüßt. Der flotte Auftakt mit mehreren Musikstücken durch das Blasorchester Everswinkel unter Leitung von Thomas Beumers wurde ebenso mit Beifall bedacht wie die musikalische Begrüßung unter anderem mit dem Everswinkeler Marsch durch das Jagdhornbläserkorps des Hegerings unter Leitung von Antonia von Twickel.

In drei Abschnitte hatte Josef Beuck seinen informativen Rück- und Ausblick in die Everswinkeler Ortsgeschichte gestaltet. Ein Stichwort durfte nach seiner Meinung nicht fehlen: „Der Stolz auf unser Dorf.“ Beispiele für die Entwicklung von „gestern bis heute“ lieferte er mit Daten, Fakten und zahlreichen Bildern. Beuck zeigte sich aber auch dankbar darüber, dass er – als Westfale aus Velen im Kreis Borken – in Everswinkel offen aufgenommen worden sei. Das gleiche Entgegenkommen sei seinerzeit auch den Flüchtlingen nach dem Krieg zuteilgeworden. Die Zahl überraschte: Es waren damals rund 1500, die in Everswinkel aufgenommen werden mussten. In seinen weiteren Ausführungen erinnerte er an die Grund- und Verbundschule, die Waldorfschule sowie an die 35 Vereine mit zahlreichen Ehrenamtlichen, die Everswinkel in den vergangenen Jahren zu einem lebenswerten Ort gemacht hätten.

Zum Rückblick gehörten Überblicke über die Einwohnerentwicklung, die Gestaltung der Arbeitsplätze und die Entwicklung der Infrastruktur. Das fröhliche Programm gestaltete sich abwechslungsreich: Die Schulklassen 1c und 4b hatten ein selbst getextetes Lied auf ihren liebenswerten Heimatort gedichtet und einen Tanz eingeübt. Die „Magic Moves“ und „Stay on the beat“-Gruppen begeisterten mit ihren Tänzen, die sie im Haus der Generationen eingeübt hatten. Schloss Fipsenstein, die Made und andere Heinz-Erhardt-Sprüche hatte Theo Kortmann für das Publikum parat.

Die Ehrengarde vermittelte per Pantomime und mit lustigen Verkleidungen das Vereinslied „Ich schieß den Hirsch“ mit allen Strophen den Zuhörern, die teilweise gut mitsingen konnten. Das durften sie auch beim Mini-Konzert des MGV Everswinkel unter Leitung von Heiko Kraft: Songs der Toten Hosen und von Helene Fischer ließen den Saal toben. Weiter ging es mit den Blau-Weißen Funken als Cowgirls, einem gymnastischen Musiksketch der „Wilden 13“ und der Damengarde, die sich mit ihren 22 Aktiven bei den Tänzen von Charleston über Rock- und Popsongs gleich mehrmals umziehen mussten. Den muskalischen Abschluss gab Dietmar Fersch („Feuer-Ferschi“) mit einem Schlagermedley der „Flippers“ und seinem „Feuerwehrlied“ zum Abschluss.

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