Auf Spectaculum folgt 2020 Anno 1238
Bild: Manouras
Freuen sich auf die neue Kooperation: (v. l.) Bürgermeister Wolfgang Pieper, Sven Moselage (Anno Event), Regina Bußmann (Stadt), Felix und Nobby Morkes (Anno Events), Marc-André Spliethoff und Stefan Reiser (beide Stadt Telgte).
Bild: Manouras

Die frohe Kunde konnte nun Marc-André Spliethoff, Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsbetriebe, verkünden: Neue Ritter, Burgfräulein und ein Drache kommen in die Stadt.

Die Lücke, die die letzte Veranstaltung des MPS in diesem Jahr in den Veranstaltungskalender der Stadt zu reißen drohte, kann nun geschlossen werden. „Telgte ist dank des Mittelalterlichen-Phantasie-Spectaculums überregional bekannt geworden. Nichts lag näher, als eine ähnliche Veranstaltung auf die Planwiese zu holen“, erklärte Spliethoff im Pressegespräch.

Zahlreiche Veranstalter hatten sich angeboten, die Nachfolge des MPS anzutreten, die Agentur Anno Events aus dem Nachbarkreis Gütersloh hat die Verantwortlichen schlussendlich überzeugen können.

Seit elf Jahren organisiert Anno Events mittelalterliche Feste sowie Märkte und hat sich in der Szene bereits einen Namen gemacht. Vor allem das Konzept habe die Entscheidungsträger überzeugt, betonte Bürgermeister Wolfgang Pieper. Anno Event setzt auf authentische Darstellung des Mittelalters mit Heerlagern, Theater und Ritterturnieren.

„Unsere für die Emsstadt entwickelte Version nimmt bewusst historische Elemente der Stadt Telgte und geschichtliche Ereignisse des Fürstbistums Münster auf“, betonte Nobby Morkes von Anno Events. Allein der Name ist Programm: Die Veranstaltung, die vom 7. bis 9. August 2020 Premiere auf der Planwiese feiern soll, wird den Namen Anno 1238 tragen und einen historischen Moment aufgreifen, nämlich die Jahreszahl, in der Telgte die Stadtrechte verliehen worden sind.

Genau wie beim MPS werden die Heerlager die Wiese bevölkern und Einblicke in das Leben im Mittelalter geben.  Dennoch wird sich Anno 1238 gravierend vom Spectaculum unterscheiden, wie Morkes versichert. „Wir veranstalten einen Markt und kein Musikfestival“, betont der Gütersloher. Als Museum solle die Veranstaltung nicht begriffen werden, aber „wir zeigen Mittelalter zum Anfassen“ mit Falknerei, Reiterspielen und Musik.

Verzichtet wird auf aufwendige Technik wie Verstärker oder mannshohe Boxentürme – denn „so etwas gab es schließlich im Mittelalter auch nicht“, sagte Morkes mit einem Augenzwinkern. Und: „Mittelalterrockmusik übertragen durch große Anlagen und Lichtshows sind bei uns ausgeschlossen.“

Mehr zum Thema in der Samstagsausgabe der „Glocke“.

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