Ausgediente Goldzähne ins Dorf investiert
Bild: J. Kleigrewe
Über die Spende freuen sich (hinten v. l.) Christa Schulze Zurmussen, Nadine Beuck (beide Förderverein St.-Magnus-Kindergarten), Jens Hinkemann (St.-Magnus-Haus), Cordula Fislage (Johannes-Kindergarten), Markus Giesbers (St.-Magnus-Haus), Sandra Bucak (Kindergarten Weidenkorb), Nicole Gericke, Frederike Schlieter (beide Waldorfkindergarten), Jennifer Enseling (Förderverein Vituskindergarten und (vorne v. l.) Johanna Maas (St.-Magnus-Kindergarten), Zahnärztin Nassrin Wegmann und Hermann Dirksen (Haus St. Vitus).
Bild: J. Kleigrewe

 „Wenn beispielsweise eine neue Brücke gemacht wird, muss das alte Gold meist herausgenommen werden“, berichtet Nassrin Wegmann. Dieses Gold sammelte sie und brachte es schließlich zum Juwelier Felsmann, direkt in der Nähe der Praxis. Dort wird der Wert des Golds bestimmt und die Zahnärztin bekommt ihn ausgezahlt.

Für Wegmann ist es dabei wichtig, dass für jeden Kunden transparent ist, was mit dem alten Gold geschieht. Daher wird jeder Patient informiert, dass sein alter Goldzahn wieder im Dorf investiert wird.

In den vergangenen zwei Jahren kam so Gold im Wert von 4400 Euro zusammen. Über dieses Geld dürfen sich nun der St.-Magnus-Kindergarten, der Johannes-Kindergarten, der Kindergarten Weidenkorb, der Kindergarten der freien Waldorfschule, der Vituskindergarten und die beiden Häuser St. Magnus und St. Vitus freuen. Die sieben Einrichtungen bekommen jeweils einen gleichen Teil, den sie frei für ihre Einrichtungen nutzen können.

Doch nicht nur die Empfänger der Spenden freuen sich, auch bei ihren Kunden kommt das Konzept gut an, berichtet Wegmann. „Wir merken, dass mehr Patienten kommen und unsere Idee unterstützen“, erklärt sie. Schließlich bietet sich den Everswinkelern so die Möglichkeit, durch einen einfachen Besuch beim Zahnarzt nicht nur etwas für die eigene Gesundheit, sondern auch etwas für ihr Dorf zu tun.

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