Bagger reißen 99 Jahre alte Gebäude ab
Bild: Baumjohann
Der Abriss des ehemaligen Everswinkeler Krankenhauses hat begonnen. Mit schwerem Gerät gehen die Arbeiter derzeit vor, um Platz für fünf Stadtvillen mit seniorengerechten Wohnungen zu schaffen.
Bild: Baumjohann

An der Stelle des ehemaligen Krankenhauses will Biber-Bau aus Ostbevern fünf Stadtvillen mit je sechs seniorengerechten Wohnungen (je 50 bis 70 Quadratmeter) errichten. „Was da projektiert ist, brauchen wir in Everswinkel“, weiß Bürgermeister Ludger Banken.

Und so gesellte sich zu dem weinenden Auge wegen des Verlustes des Krankenhauses, an dem viele Erinnerungen hingen, auch die Freude auf das Neue. Diese Vorfreude konkretisierte Biber-Bau-Koordinator Jürgen Hoffstädt: Im Mai soll Baubeginn sein, Anfang 2013 die ersten beiden Stadtvillen stehen. Ziel sei es, bis Ende 2014 alle fünf Stadtvillen fertiggestellt zu haben. Für die drei Einfamilienhaus-Grundstücke gebe es auch schon Interessenten, so Hoffstädt. Im Namen der Biber-Bau dankte er den Nachbarn für das angenehme miteinander: „Wir haben immer ein offenes Ohr gefunden.“

 Die Belastungen für die Nachbarschaft sollen beim Abriss möglichst gering gehalten werden, betonte der beauftragte Unternehmer Christoph Hehmann. So werde man das Abbruchmaterial zwar vor Ort sortieren, aber dann wegfahren und nicht etwa an Ort und Stelle brechen. Auch die Staubbelastung soll so gering wie möglich gehalten werden. In drei Wochen solle der Abriss geschafft sein.

Die Erinnerung an das ehemalige Krankenhaus und das erste Wohnheim St. Vitus soll in Everswinkel auf jeden Fall gewahrt bleiben, betonte Pfarrer Heinrich Hagedorn. So seien die beiden Glasbilder von Albert Reinker ebenso gesichert worden wie der Grundstein und einige Gesimssteine des Hauses. „Es war von der Substanz her nicht mehr möglich, das Gebäude zu erhalten“, bedauert er. Die gefundene Lösung, altersgerechten Wohnraum zu schaffen, sei allerdings eine, mit der die Kirchengemeinde gut leben könne. Thema war gestern auch noch einmal die Frage möglicherweise im Rahmen der Baumaßnahmen zu fällender Bäume. „Die Zusage, fünf neue Bäume zu pflanzen, steht“, betonte Jürgen Hoffstädt.

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