Begehren unzulässig, Investoren abgesprungen
Die beiden Investoren für das Rathausprojekt sind abgesprungen, eine Rechtsanwaltskanzlei hat das Bürgerbegehren für unzulässig erklärt.

Hauptargument der Rechtsanwaltskanzlei Wolter und Hoppenberg ist eine Koppelung von Sachverhalten, die das Bürgerbegehren vorsieht. Die Unterschriftenliste sieht eine Beantwortung der Fragestellung mit „ja“ oder „nein“ vor. Bürger, die mit „ja“ stimmten, würden für den Stopp der Konzepte zur Hauptstraße 24 (Rathaus) sowie des Vorhabens Hauptstraße 48 bis 54 plädieren, darüber hinaus für die Durchführung eines Architektenwettbewerbs für beide Projekte sowie für eine öffentliche Ausschreibung für die Neugestaltung und Überplanung des Grundstücks Hauptstraße 24 votieren. Folgerung der Juristen: Zweifel an der Zulässigkeit der Fragestellung bestehen an der Kombination mehrerer Fragen und weil es dem Rat „bezüglich des Grundstücks Hauptstraße 48-54 an Organkompetenz mangelt“. Heißt: Die Kommune ist nicht Eigentümerin dieser Parzellen.

Auf die Vorgehensweise der beiden Investoren, Dr. Christian Gloria und Olaf Gotthal, hat das kleinen Einfluss mehr. Der öffentliche Gegenwind hat sie offenbar dazu veranlasst, ihr Angebot, mehr als zehn Millionen Euro in den Ortskern Ostbeverns zu investieren, zurückzuziehen. Bereits während der Bürgerversammlung im Saal Nuyken hatte sich Dr. Gloria irritiert ob der starken Gegenwehr der Bevölkerung gegen die geplanten Projekte gezeigt („Die Glocke“ berichtete).

Neben der öffentlichen Kritik wird der Inhalt eines Flugblatts für den Rückzug verantwortlich gemacht, das am Wochenende im Beverdorf verteilt wurde. Das von den beiden Initiatorinnen des Bürgerbegehrens, Irmgard Krümpelmann und Beate Funk, verfasste Informationsschreiben beinhaltet nicht nur Kritik an den geplanten Vorhaben. Es wird darin behauptet, dass der münstersche Investor Olaf Gotthal vor zehn Jahren wegen Insidergeschäften von der Commerzbank fristlos gekündigt worden sei. Dem hatte Gotthal in der Bürgerversammlung widersprochen.

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