Bürger sollen über Kunstwerke stolpern
Die Arbeit „In der Provinz“ von Stefan Rosendahl im Garten des Architekturbüros Wörmann ist nur eine von 20 Skulpturen, die entlang des Wanderweges an der Bever und am Wasserwerk ausgestellt sind.

„Fantasievolle Installationen, von schön bis hintergründig, sollen den Spaziergang entlang der Beveraue bis zum Wasserwerk zu einem Vergnügen werden lassen“, wünscht sich Thomas Gabriel vom Kulturforum, der gemeinsam mit der Gemeinde das Münsteraner Projekt nach Ostbevern geholt hat.

Bodo Treichler, der Kurator der diesjährigen Kunstaktion aus Münster beschreibt die Dimensionen: „Begonnen hat alles vor acht Jahren ganz bescheiden. Mit der Idee, Kunst an ungewöhnlichen Orten zu präsentieren, mit vier Bildhauern und 20 Skulpturen in einer Kleingartenanlage in Münsters Norden. Dieses Jahr werden 50 Künstler an 14 Orten – in Münster, im Münsterland und in den Niederlanden – 170 Objekte ausstellen“.

Immerhin 20 Exponate von 13 Künstlern werden in Ostbevern zu finden sein. Geblieben sind die Zielsetzungen: „Jeder soll über die Kunst stolpern können, mit ihr konfrontiert werden, ohne Hemmschwelle, ohne intellektuelle Hürde, ohne Eintrittsgeld“, führt Bodo Treichler aus. „Kunst als etwas Normales im Alltag erleben zu können, Schulen bewusst mit einzubeziehen, Kunst eben nicht als abgehobenen, sondern als demokratischen Dialog zu organisieren, das sind von Anfang an die Intentionen dieses Projektes.“

Bürgermeister Joachim Schindler, der am Sonntag, 9. Juni, den Kunstweg eröffnen wird, ist von der gelungenen Umsetzung begeistert: „Ob es der Skulpturenpark am Wasserwerk, die humorvollen Installationen auf dem Gelände des Kleingartenvereins, der im Teich im Telgenbusch auffliegende Seeteufel oder die überlebensgroße Installation in Wörmanns Garten sind: Dieser Kunstweg ist ein Erlebnis.“

Die Eröffnung des Kunstwegs erfolgt im Doppelpack mit dem offenen Singen des Männergesangvereins Ostbevern im Telgenbusch. Unmittelbar nach den musikalischen Beiträgen wird - zwischen 17 und 17.30 Uhr – der Kunstweg eröffnet und dann, am besten mit dem Fahrrad, erkundet. An den einzelnen Stationen werden die Arbeiten erläutert. Zum Ende der Kunsttour wird eine wohlverdiente Stärkung angeboten.

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