Dorfmaler mit Bauwagen voller Ideen
Erster Standort des Bauwagens ist der Magnusplatz. Über den Startschuss freuen sich (v. l.) Wowa (Wladimir Gurski), Sebastian Seidel, Marjolein van Dijk, Martin Kirschke, Peter Scholz, Herbert Schulze und Hubert Kortenbrede.

 „Wir wollen neue Akzente setzen“, macht Kulturkreis-Vorsitzender Martin Kirschke deutlich, dass der zweite Besuch Wowas in Everswinkel keine bloße Neuauflage eines abgeschlossenen Projekts sein soll. In den kommenden sechs Wochen –Wowa wird bis zum 30. September in Everswinkel bleiben – sollen Personen im Mittelpunkt stehen. „Vor zwölf Jahren waren es Gebäude“, weiß Marjolein van Dijk, die genau wie Herbert Schulze dem Arbeitskreis „bildende Kunst“ im Kulturkreis Everswinkel angehört, der das Wowa-Projekt initiiert hat. Gespräche mit Everswinklern hat es auch 2006 gegeben, jetzt sollen es noch mehr werden. „Wir haben uns überlegt, wie wir Wowa noch näher zu den Menschen bringen können“, schildert Schulze die Konzeptionsphase des Projekts „Dorfmaler 2.0“. Die Lösung ist ein Bauwagen, in dem das Atelier des Künstlers untergebracht ist und der immer wieder an anderen Orten stehen wird. Zunächst einmal ist der Magnusplatz Standort des leuchtend-roten Ateliers, weitere Standorte sind geplant, sollen aber noch nicht verraten werden. „Wo Wowa gerade ist, kann auf einem Standortplan im Rathaus, in den Sparkassen in Everswinkel und Alverskirchen und beim Verkehrsverein sowie auf unserer Homepage verfolgt werden“, sagt Herbert Schulze. Mit dem Bauwagen wird Wowa jedenfalls deutlich mobiler sein, als er es 2006 mit dem Alteliercontainer war, der während der gesamten Projektzeit auf dem Magnusplatz stand.

Möglich wird das zweite Dorfmaler-Projekt mit Wowa nur dank der Unterstützung der Kulturstiftung der Sparkasse Warendorf. „Wir haben das gern gefördert“, betonte Vorstand Peter Scholz am Rande des Projektauftakts am Mittwoch. Und wer weiß: Vielleicht findet ja auch der 200-Winkel-Schein, den Wowa als Kunstwerk aus seiner Heimat mit nach Everswinkel gebracht hat, einen dauerhaften Platz im Sparkassengebäude des Vitusdorfs.

Mehr zum Thema in der Freitagsausgabe der „Glocke“.

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