Ein Sommerfest in Blau und Weiß
Bild: Peters
Mit einer guten Portion Muskelkraft entschieden Pastor Fritz Hesselmann und Marita Hollmann den bayrischen Volkssport „Baumstammsägen“ für sich.
Bild: Peters

So hat am Mittwoch das Sommerfest des St.-Magnus-Hauses stattgefunden. Passend zum Motto wurden den 120 Gästen bayrische Speisen, Getränke und Musik geboten.

Es war bereits das zweite Mal, dass die süddeutsche Lebensart Mottoinhalt des Sommerfests war. Zunächst sei geplant gewesen, auf „Fahrt nach England zu gehen“, aber dann habe man sich doch für das Altbewährte entschieden. „Es ist ein Motto, das viele Bewohner kennen. Jeder war irgendwann schon einmal in Bayern“, begründete Markus Giesbers als Heim- und Veranstaltungsleiter die Wahl des Mottos.

Passend zum Anlass war er in Karo-Hemd und Lederhose gekleidet, während das weibliche Personal in Dirndln zu sehen war. Giesbers sorgte zusammen mit seiner Kollegin Stephanie Feuersträter, Pflegedienstleiterin, mit komödiantischen Einlagen zwischen den einzelnen Programmpunkten für eine entspannte und fröhliche Atmosphäre. Für die musikalische Unterhaltung sorgte der „Biergarten Blosn“, der die Gäste mit Liedern wie dem „Kufsteinlied“, der „Fischerin vom Bodensee“ und vielen weiteren Klassikern beglückte und auch zum Tanz aufforderte.

In einem Quiz sollte bewiesen werden, dass die fachkundigen Bewohner „mehr als nur über das Bier Bescheid wissen“. Fragen nach dem Wappentier der Bayern, ab wann eine Weißwurst nicht mehr gegessen werden darf und wo ledige Frauen ihre Schleife am Dirndl befestigen müssten, wurden souverän beantwortet. Nebenbei reichte man Weißwurst, Brezeln, bayrisches Bier und Wein zur Verköstigung.

Aber auch der Sport kam beim Sommerfest nicht zu kurz. So musste in Höchstgeschwindigkeit ein Fichtenstamm durchsägt werden. Im Wettstreit konnte sich das Duo Marita Hollmann und Pastor Fritz Hesselmann mit einer Zeit von knapp unter einer Minute durchsetzen.

Ein weiterer Höhepunkt fand kurz darauf statt, als die „Wildecker Herzbuben“ ihre Premiere in Everswinkel feierten. Diese zwei „Herzbuben“ entpuppten sich als Monika und Bärbel, Betreuerinnen des Heims. Auch die Kinder des Kindergartens Weidenkorb waren mit einer Tanzchoreographie ins Programm integriert.

Dietmar Jurdeczka, Vorsitzender des Bewohnerbeirats, erklärte in seiner Rede, dass Bayern ein wunderschönes Land sei. Es habe bezaubernde Flüsse, Seen, Berge und Täler, die man sich am liebsten auf einem Gemälde in sein Zimmer hängen ließe. Dennoch habe es einen Makel. „Und das ist der Fußballverein. Als eingefleischter Dortmund-Fan muss ich das noch loswerden“, scherzte Jurdeczka. Die Menschen seien allerdings sehr sympathisch.

Nach zweistündigem Programm wurde der Grill angefeuert, und die Gäste ließen den Abend ausklingen.

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