Ein Zimmer voller Erinnerungen
Einrichtungs- und Pflegeexpertin Isabel Höppener (l.) erhielt für ihr Engagement für das neue Erinnerungszimmer im Rochus vom Pflegedirektor Matthias Krake (2.v. l.) einen Satz Erinnerungskarten mit Motiven der Alltagsmenschen von Christel Lechner.

„Immer weniger Patienten haben in den vergangenen Jahren im alten Erinnerungszimmer einen Bezug zu ihrem Leben finden können“, erläuterte Isabel Höppener den interessierten Gästen der Feierstunde den Grund für den „Zeitenwechsel“. Die stellvertretende Leiterin der Station Klara nutzte die Projektarbeit in ihrem Stationsleiterlehrgang in Hamm-Heessen dazu, das Erinnerungszimmer einem kompletten Relaunch zu unterziehen.

Durch Spenden von Mitarbeitern und aus der Bevölkerung sowie durch die Unterstützung der Handwerker und des klinischen Hauspersonals bekam der Raum in zwei Monaten ein neues Gesicht. „Die Einrichtung besticht durch ihre Gradlinigkeit im Retro-Stil und zeichnet sich durch ihre schlichte Eleganz aus. Tütenlampen, Heizlüfter und ein Schaukelpferd verstärken das Gefühl der Besucher, eine Zeitreise in die Vergangenheit gemacht zu haben“, beschrieb Isabel Höppener die neue Ausstattungslinie des Zimmers.

Pflegedirektor Matthias Krake erinnerte an die Fachbesucher, die aus Namibia, England oder aus der hohen Politik dem Zimmer ihre Aufwartung gemacht hatten. Er dankte allen Berufsgruppen und insbesondere Isabel Höppener für das geleistete Gemeinschaftsprojekt und übergab für die Nutzung des Zimmers eine Sammlung von Erinnerungskarten mit Motiven der Alltagsmenschen, die im Sommer 2015 die Telgter Innenstadt bevölkert hatten. Pater Hans-Ulrich Willms war es mit der Segnung des Raumes vorbehalten, die Fähigkeit des Erinnerns theologisch zu deuten und den Raum seiner neuen Funktion zu übergeben.

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