Einweihung und Party am 18. Juli
Bild: Stempfle
Bei der ersten Bauabnahme am Neubau: (v. l.) Netzwerkkoordinator Detlef Roggenkemper, Stephanie Umlauf (Hausleitung), Werner Strotmeier (Geschäftsführer der St.-Elisabeth-Stiftung) und Markus Giesbers (Hausleitung).
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 „An diesem Datum gibt es nichts zu rütteln“, zeigte sich Strotmeier zufrieden mit dem Fortschritt. Der Neubau, der der Einrichtung 20 zusätzliche Plätze beschert, nimmt mehr und mehr Gestalt an. Einer der Gründe für die 2,5 Millionen teure Investition in das St.-Magnus-Haus sei unter anderem eine kreisweite Untersuchung gewesen, die das Pflege-Angebot aller Kommunen genaustens unter die Lupe genommen hat.

 Mit 4,5 Plätzen pro 1000 Einwohner rangiert Everswinkel auf einem der unteren Ränge. „Nach Abschluss der Arbeiten steigern wir das Angebot auf sechs Plätze pro 1000 Einwohner“, betonte Strotmeier. „Damit kommen wir der Bedarfsgerechtigkeit ein gutes Stück näher.“

Weil Everswinkel ein attraktiver Wohnort mit guter Anbindung nach Münster sei, seien auch Plätze im St.-Magnus-Haus gefragt. Schon jetzt gibt es Anfragen und erste Anmeldungen für die 20 entstehenden Plätze, berichtete Hausleiter Markus Giesbers.

Weil viele Menschen im Alter so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben möchten, ziehen sie oftmals erst zu einem Zeitpunkt in eine stationäre Einrichtung, an dem der Hilfs- und Unterstützungsbedarf erheblich größer ist, erklärte Giesbers und fügte hinzu: „Drei Viertel unserer Bewohner leiden an mindestens einer leichten Form der Demenz.“

Mit den Möglichkeiten, die der Neubau bietet, könne man diesem Krankheitsbild besser gerecht werden, so der Hausleiter. Diesem Umstand entspreche das jetzt entstehende Gebäude, ergänzte Strotmeier. Der halbrunde, zentrale Bau mit Garten und großen Aufenthaltsraum mit integrierter Kochnische sei auf die Bedürfnisse der zukünftigen Bewohner abgestimmt worden.

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich Menschen im Alter in kleinen Gruppen besser orientieren können und sich wohl fühlen“, erklärte Netzwerkkoordinator Detlef Roggenkemper. Deshalb setze die St.-Elisabeth-Stiftung als Trägerin auch in Everswinkel auf das Wohngruppenkonzept. In überschaubaren Hausgemeinschaften von zehn Bewohnern soll sich das Leben und der Alltag im Neubau auf zwei Etagen abspielen.

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