Einwendungen gegen Königskamp II abgelehnt
Bild: Stempfle
Zwei Häuser stehen bereits im Königskamp in Alverskirchen. Es sollen weitere dazukommen. Um den Weg dafür freizumachen, wurde im Bezirksausschuss über den Bebauungsplan „Königskamp II“ diskutiert.
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Schall-, Geruchs- sowie Verkehrsgutachten seien erstellt worden, um den Bebauungsplan wasserdicht und nicht mehr angreifbar zu machen. Bei allen Gutachten seien Werte ermittelt worden, die „ein gesundes Wohnen möglich machen“ und die die Normenwerte unterschreiten, konnte Städteplanerin Maren Dinter vom Büro Tischmann und Schrooten berichten.

Im frühzeitigen Beteiligungsverfahren habe sich lediglich ein Einwender an die Gemeinde Everswinkel gewandt. Elf markante Punkte griff Dinter aus diesem umfangreichen Schreiben heraus und stellte diese den Ausschussmitgliedern vor. Der Einwender hatte unter anderem angemahnt, dass die Bedarfsermittlung falsch und der Bebauungsplan deshalb nicht an die Ziele der Raumordnung angepasst sei. „Unsere Antwort lautet darauf: Die Bedarfsermittlung ist intensiv geprüft worden, nachvollziehbar, sachgerecht und die Vorgaben des OVG wurden vollständig beachtet“, führte Dinter aus.

Sie ging unter anderem auf die Einwendungen der Leerstandsproblematik sowie der nach Ansicht des Einwenders schrumpfenden Bevölkerungszahlen ein. „Alle Anregungen werden insgesamt zurückgewiesen“, war das Ergebnis der Planerin, die in den Einwendungen falsche Sinnzusammenhänge und Werte erkannt haben wollte. „Der Einwender beruft sich auf die Richtlinie, dass Dörfer unter 2000 Einwohner sich nur aus sich selbst heraus entwickeln dürfen“, so Dinter. „Der neue Regionalplan ist seit Juni gültig. Er hat aus dieser Richtlinie einen Grundsatz gemacht, der nicht mehr bindend ist. Damit tun sich größere Spielräume für die Gemeinde auf, die diese aber nicht nutzen wird.“

Wie verlässlich ihre Einschätzung im Bezug auf die ablehnende Haltung gegenüber den Einwendungen sei, wollte Uwe Wolf (SPD) von der Stadtplanerin wissen. Die antwortete prompt: „Ich bin kein Richter. Aber ich denke, dass wir alle Einwendungen angemessen behandelt und sachgereicht eingeschätzt haben.“

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