Eltern für Sekundarschule in Telgte
Läuft alles nach Plan, nimmt die Sekundarschule in Telgte 2013 ihre Arbeit auf.

 „69 Prozent der befragten Eltern sind für die Sekundarschule“, sagte Pieper am Montag. 564 Fragebögen hatte die Verwaltung unter den Eltern jetziger Erst- bis Drittklässler verteilt. „502 kamen zurück. Das ist eine gute Quote“, bilanzierte Tanja Schnur, Fachbereichsleiterin im Rathaus.

Beachtlicher Rücklauf

Insgesamt 129 befragte Eltern (29 Prozent) wollen ihr Kind „ganz bestimmt“ in der zu gründenden Sekundarschule anmelden. 216 (43 Prozent) machten ihr Kreuz in der Rubrik „eher ja“. 105 (21 Prozent) tendieren „eher nicht“ dazu, ihr Kinder dieser Schulform anzuvertrauen. 45 Eltern (neun Prozent) sprachen sich eindeutig gegen das Modell aus. „Wir können nicht in eine Glaskugel gucken, diese Zahlen sprechen aber nach unserer Auffassung für sich“, sagte Pieper.

Auslaufmodelle

Mit der für 2013 angepeilten Einführung einer Sekundarschule reagiert die Stadt Telgte einerseits auf sinkende Schülerzahlen in den vorhandenen Schulen, andererseits will sie dem Abwanderungstrend von Schülern in Nachbargemeinden entgegenwirken. Mit gutem Grund: Die befragten Eltern wurden in dem Fragebogen aufgefordert, die Schulwahl für ihr Kind unter der Voraussetzung zu treffen, wenn in Telgte keine Sekundarschule entstünde. 174 Mütter und Väter nannten das Telgter Gymnasium. Aber 80 Eltern sehen ihr Kind dann den Ranzen für den Besuch von Einrichtungen in Münster und Ostbevern schnüren. Zurzeit hält die Kommune insgesamt vier Grundschulen, eine Ganztagshauptschule, eine Realschule und ein Gymnasium vor. Mittelfristig werden die Kardinal-von-Galen-Realschule und Clemenshauptschule, die gemeinsam mit dem Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium im Schulzentrum angesiedelt sind, zu Auslaufmodellen. Die Ratsgremien in Telgte werden jetzt in die Detailplanung einsteigen. Laut Wolfgang Pieper ist mit einem Ratsvotum pro Sekundarschule im Herbst zu rechen.

75 Anmeldungen notwendig

Ein entscheidendes Signal stellt aber das Meldeverfahren im Frühjahr 2013 dar. „75 Kinder müssen angemeldet werden“, sagt Tanja Schnur. Nur unter der Voraussetzung, dass dieses Kontingent erreicht werde, befasse sich die Aufsichtsbehörde mit dem Telgter Antrag. Die Sekundarschule, die zwingend eine Dreizügigkeit vorschreibt, könnte zu Schuljahresbeginn ihre Arbeit aufnehmen.

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