Emotionale Reden berühren Gäste
Bild: Mettelem
Aktivposten der Flüchtlingsinitiative mit Bürgermeister: (v. l.) Jasmin Mense, Christa Leuer, Dagmar Schwarthoff, Susanne Rose, Mahmoud Faour und Bürgermeister Sebastian Seidel.
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Der Grund dafür war das Oberthema: Hilfe für die Flüchtlinge. So hielt sich Bürgermeister Sebastian Seidel in seiner Ansprache sachlich und kurz. Er erwähnte die Entwicklung der Baugebiete, die Erweiterung des Edeka-Markts, das Parkraumkonzept Magnusplatz, den Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz, die „Marketingrakete“ im Cineplex, die viel beachtet worden sei, und seine spannende Bürgermeisterwahl. Die nun kommenden Aufgaben – Baugebiete, Breitband-Anschluss, Renaturierung der Angel, Sanierungsmaßnahmen an der Verbundschulsporthalle und am Vitus-Sportcenter, die Schulentwicklung und der Radweg L 753 – wolle er mit Elan angehen.

Die wichtigste Aufgabe sehe er allerdings in der Aufnahme der Menschen, die aus Krisengebieten auch in Everswinkel Schutz und Frieden suchen. Dazu habe er im Rathaus und in den Außenstellen eine tolle Mannschaft, die eine hervorragende Arbeit leiste. Ein weiterer Beitrag zur Hilfe sei das neue Flüchtlingsheim, das in diesem Jahr am Pattkamp errichtet werde. Hinzu kämen die vielen freiwilligen Helfer, die diese Arbeit unterstützten. Deshalb seien auch die Vertreterinnen der Flüchtlingsinitiative, Jasmin Mense und Susanne Rose, eingeladen worden, um über die Arbeit dieser Gruppe zu berichten. Mahmoud Faour aus Syrien, seit einigen Monaten in Everswinkel, sprach im Namen der Flüchtlinge, die im Vitusdorf eine neue Heimat gefunden haben, einen Dank aus.

Zunächst aber hatte Pfarrer Stefan Döhner von der Evangelischen Johannesgemeinde das Wort. Er animierte das Publikum, das in sehr großer Zahl den Rathaussaal bevölkerte, zum Kanon „Viel Glück und viel Segen...“ als Gratulation für Sebastian Seidel, der gerade Vater geworden ist. Sodann schlug Pfarrer Döhner zum Thema Integration – dies sei schon ein sehr strapazierter Begriff – einen weiten Bogen, indem er an die Querelen zwischen Don Camillo und Peppone im gleichnamigen Film erinnerte. Sie seien auch in dem kleinen italienischen Dorf ein Teil des großen Weltgeschehens und würden sich, trotz aller Verschiedenheit der Weltanschauungen, trotzdem mögen. Dies könne man auch auf die heutige Zeit und auf ein Dorf wie Everswinkel übertragen: „Es geht darum, den anderen in diese Welt aufzunehmen, ohne ihn dabei umzukrempeln.“

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