Gasleck: 100 Personen werden evakuiert
Bild: Baumjohann
Bei Arbeiten am Nahwärmenetz wurde eine Gasleitung beschädigt.
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 „Eine Erdrakete hat beim Bau des Nahwärmenetzes eine Gasleitung beschädigt“, erklärte Ostbeverns Bürgermeister Wolfgang Annen im „Glocke“-Gespräch. „Gegen 12 Uhr haben wir die Alarmierung bekommen.“ Für rund 80 bis 100 Personen bedeutete das: die eigenen vier Wände sofort zu verlassen.

Wer nicht bei Freunden oder Bekannten unterkommen konnte, fand im Edith-Stein-Haus der katholischen Kirchengemeinde St. Ambrosius Unterschlupf. Betreut wurden die Menschen dort von der Einsatzeinheit des Deutschen Roten Kreuzes.

Ehrenamtliche Helfer aus verschiedenen Ortsvereinen des Kreises waren über die Einsatzeinheit alarmiert worden. „Das ist kein Problem“, machte Abschnittsleiter Maik Henke deutlich, dass die erforderlichen ehrenamtlichen Helfer rasch vor Ort gewesen seien. Im Pfarrheim angekommen, wurden die Anwohner registriert. Auch um die Versorgung der Menschen beispielsweise mit Getränken kümmerten sich die DRK-Helfer.

„Das ist eine ziemliche Ausnahmesituation in einer Ausnahmesituation“, kommentierte Heike Mielenbrink die Ausquartierung ins Pfarrheim während der Alltagseinschränkungen, die die Corona-Pandemie ohnehin mit sich bringt. Zu Hause hatte die Ostbeveranerin geistesgegenwärtig noch ein Kartenspiel eingesteckt, mit dem sie sich zusammen mit Silke, Corvin und Chloe Kaup die Zeit vertrieb, bis das Gasleck abgedichtet war und die Evakuierten in ihre Wohnungen zurückkehren durften.

Gegen 15 Uhr war das der Fall: Die Einsatzkräfte begleiteten die Menschen zurück in ihre Wohnungen und Häuser, um dort noch kurz nach dem Rechten zu sehen.

Schon am 25. November vergangenen Jahres war es bei den Bauarbeiten zum Nahwärmenetz zu einem Gasleck gekommen – allerdings an einer anderen Stelle der Gemeinde. Damals mussten rund 50 Haushalte evakuiert werden.

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