Gemeinsam Gutes tun beim „Rock for Refugees“
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Bereits um 19 Uhr eröffneten „Shoot the crow“ aus Münster den Abend und sorgten beim Publikum für ausgelassene Stimmung. Dass die fünf Musiker über langjährige Bühnenerfahrung verfügen, machte sich schnell bemerkbar. Mit ihrem Rock trafen sie bei den Ostbevernern voll ins Schwarze.

Nach der lauten Eröffnung wurde es etwas ruhiger auf der Bühne, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Denn mit „Bukowski“ übernahmen vier weitere Vollblutmusiker die Bühne des Beverhofs und überzeugten vor allem mit ihrem breitgefächerten Repertoire. Von Rockklassikern bis hin zu neuerer Partymusik, von Liedern von ZZ Top über Led Zeppelin bis hin zu Joe Cocker war für so ziemlich jeden Geschmack etwas dabei. Eine besondere Atmosphäre kam auf, als „Bukowski“ einige Unplugged-Stücke spielte. Nur mit den elementarsten Mitteln gelang es den Musikern, das Publikum vollends zu begeistern, sodass sie nach ihrem Auftritt mit viel Applaus verabschiedet wurden.

Die Idee zu dem Benefizkonzert war Klaus Mußmann, dem Kopf der Soulfamily, der sich auch in der Flüchtlingshilfe engagiert, gekommen. Durch seine vielen Kontakte waren die beiden anderen Bands schnell mit an Bord und auch die Soulfamily stand in voller 14-köpfiger Besetzung bereit. Und auch die anderen Beteiligten des Abends waren schnell gefunden: der Saal des Beverhofs als Location, der Verein OstbevernKultur (OK) als Ausrichter und die vielen Helfer des BSV Ostbevern an der Abendkasse und bei der weiteren Organisation. Das Besondere dabei war, dass alle Beteiligten komplett auf mögliche Gagen oder sonstige Einnahmen verzichteten. Einzig die Bühnentechnik mussten die Veranstalter bezahlen. Somit blieb am Ende des Abends ein ordentlich Gewinn, der komplett in die beiden Flüchtlingsunterkünfte im Ort investiert werden soll, etwa um die Gemeinschaftsräume besser auszustatten.

Der Höhepunkt des Abends stand aber noch aus, der Auftritt der Soulfamily. Als die Lokalmatadore die Bühne betraten, war der Jubel groß und nach wenigen Liedern tanzten die Gäste. Auch die vielen Flüchtlinge, die gekommen waren, zeigten sich begeistert und so wurde gemeinsam bis tief in die Nacht gefeiert.

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