Gesprächskreis ist Stütze im Alltag
Die SPD-Vertreter Irene Meier (l.), Dr. Wilfried Hamann (r.) trafen sich mit den Repräsentanten der Demenz-Selbsthilfegruppe Helmut Paul, Anne Niehues-Paul und Doris Wieland zum Gespräch.

 Die Everswinkeler SPD hat mit den Organisatoren der unterschiedlichen Selbsthilfeeinrichtungen das Gespräch gesucht und sich über deren Arbeit informiert. Aktuell wird nachfolgend von der Selbsthilfegruppe bei Demenz in der Familie berichtet.

Stets innovativ

Diese Selbsthilfegruppe wurde im Juni 2005 gestartet. Auslöser war ein von der Krankenkasse durchgeführter Pflegekursus, nach dem die Teilnehmer sich gern weiterhin austauschen wollten. Diesen Wunsch nahmen damals Heinz Wieland und Karsten Stubbe zum Anlass, den Gesprächskreis zu gründen. Fast sämtliche Kursusteilnehmer sind so anschließend zum Gesprächskreis gestoßen. Es gibt immer noch Teilnehmer aus dieser Anfangszeit, aber es bleibt nicht jeder Angehöriger aktiv dabei, wenn die Betroffenen verstorben sind. So unterliegt die Zusammensetzung der Gesprächsgruppen einer natürlichen Dynamik. Obwohl gerade wieder neue Interessenten dazugestoßen sind, denkt man dennoch darüber nach, erneut einen Pflegekurs zu initiieren, um so weitere Personengruppen anzusprechen. Von Anfang an konnte der Gesprächskreis in den Räumlichkeiten des St.-Magnus-Hauses in Everswinkel zusammenkommen, wo man sich regelmäßig an jedem zweiten Montag im Monat von 17 bis 19 Uhr trifft. Neben diesen Gesprächsrunden werden regelmäßig Informationsveranstaltungen zu speziellen Themen im Zusammenhang mit den Demenzerkrankungen durchgeführt. Dort kamen bereits unterschiedliche Referenten zu Wort.

Erfahrungsschatz

Neben diesen Spezialreferaten sind es aber gerade auch die Gespräche, die den Angehörigen eine Stütze sind. Einerseits erhält jeder dort viele Tipps und Hilfen aus dem Erfahrungsschatz der anderen Teilnehmer. Andererseits sind es gerade die Gespräche, die bei der Bewältigung der alltäglichen Probleme so hilfreich sein können. So haben viele die Erfahrung gemacht, wie man trotz einer so einschneidenden Erkrankung Lebensqualität erzielen und den Erkrankten letztendlich auch die Freude am Leben so weit wie möglich erhalten kann. Da es bei den Demenzerkrankungen aufeinander folgende Stufen gibt, profitiert jeder von den Informationen derjenigen, die bereits Erfahrungen in den vorangehenden Phasen gemacht haben.

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