Grüne fordern Ausrufung des Klimanotstands
Fordern die Ausrufung des Klimanotstands: (v. l.) Markus Thews, Jürgen Günther, Marion Schniggendiller und Karl Stelthove.

Die Eindämmung des Klimawandels und seiner Folgen hätte für die Gemeinde Everswinkel damit höchste Priorität, heißt es in der Mitteilung der Grünen. Das Ausrufen des Klimanotstandes sei rechtlich nicht bindend, jedoch würde sich die Gemeinde ausdrücklich zum Pariser Klimaschutzabkommen bekennen und feststellen, dass die bisherigen Maßnahmen und Planungen nicht ausreichten, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

Bauvorhaben der Gemeinde würden durch einen Umweltschutzbeauftragten geprüft, um Lösungen zu finden, die sich lokal positiv auf Klima-, Umwelt- und Artenschutz auswirken. Sofern sich negative Auswirkungen ergeben, hätte die Gemeinde ab der Ausrufung des Klimanotstandes Lösungen zu präsentieren.

„Das ist für uns keine Symbolpolitik. Die Mehrheit der Menschen sieht den Klimawandel als größte Bedrohung für die Sicherheit und den globalen Wohlstand. Eigenverantwortung von Einzelpersonen kann das Problem allein nicht lösen. Deshalb braucht es auf kommunaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene zielführende Maßnahmen, um dieser drohenden Katastrophe entgegenzuwirken. Wir fordern daher eine konsequente Klimapolitik. Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren einige klimaschützende Maßnahmen durchgeführt. Es wurden kommunale Gebäude modernisiert. Da geht aber noch mehr“, schreibt Grünen-Sprecherin Marion Schniggendiller.

Und weiter: „Wir wünschen uns eine Verbesserung des ÖPNV, eine Förderung des Radverkehrs und eine Reduzierung der jetzt schon zu hohen Pendlerströme sowie des innerörtlichen Autoverkehrs. Wir fordern den Erhalt von Freiflächen und naturnahen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. Auch im Bereich der Wirtschaftsförderung, der Digitalisierung liegen Chancen für klimaschützende Maßnahmen.“

Der Grünen-Antrag auf Ausrufung des Klimanotstands wird in den politischen Gremien behandelt.

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