Handyrechnungen niedrig halten
Zu Ferienbeginn haben sich die Roaming-Tarife im EU-Ausland geändert. Zwar sind die Kosten gesenkt worden, doch einige Dinge sollten Handybesitzer trotzdem beachten.

Das weiß auch Martin Osthues aus Everswinkel. Der Inhaber eines Elektronikgeschäfts gibt Tipps, damit Urlauber nicht in die Handy-Kostenfalle tappen.

Wenn die Kinder am Strand mehr Lust, eine App auszuprobieren, als sich zu sonnen, oder der Chef hat noch etwas Wichtiges zu sagen, was nicht bis nach dem Urlaub warten kann, folgt schnell der Griff zum Smartphone. Einmal nicht aufgepasst und die Handyrechnung ist fast so teuer wie der Urlaub. „Das ist aber vermeidbar“, sagt Martin Osthues. Wer nicht ohne seinen elektronischen Partner in den Urlaub fahren kann, muss dafür bezahlen. Die Kosten können mit einigen Tricks gering gehalten werden.

Befindet sich der Urlaubsort außerhalb der EU, gibt es Länderzonen, in denen die Roaming-Gebühren unterschiedlich hoch sind. „Bei einem Anruf können sich die Kosten auf bis zu 1,20 Euro pro Minute belaufen“, sagt Martin Osthues, Inhaber eines Elektronikfachhandels in Everswinkel.

Innerhalb der EU ist am 1. Juli eine neue Regelung in Kraft getreten, die besagt, dass Anrufer maximal 35 Cent pro Minute zahlen und Angerufene zehn Cent. Das Verschicken einer SMS kostet maximal elf Cent.

Da viele Everswinkler ein Smartphone besitzen, das sich selbstständig ins Internet einwählt, bleibt es nicht bei diesen Kosten. Der Tipp: Das mobile Internet im Urlaub in den Geräteeinstellungen ausschalten. Das Abfragen von E-Mails oder der Mailbox tragen zu einer hohen Rechnung bei. Verträge, mit denen die Handynutzung im Ausland ohne die Roaming-Gebühren möglich ist, sind teuer. Martin Osthues rät, sich bei längeren Aufenthalten im Ausland eine SIM-Karte vor Ort zu kaufen, die die Kosten erheblich senkt.

„Internettelefonie ist eine gute Alternative“, erklärt er, denn es gibt Internetcafés oder manchmal hoteleigene Computer mit dieser Möglichkeit. Der Urlauber ist sich über die Kosten im Klaren und kann die Daheimgebliebenen über den Bildschirm sehen. Tipps für den gelungenen Urlaub sind vor allem „Mailbox raus und Internet abschalten“, rät Martin Osthues. Wenn sich das beim Smartphone jedoch nicht einfach einstellen lässt, kann der Vertragspartner auf Wunsch eine Sperre einrichten.

SOCIAL BOOKMARKS