Jazzmusik auch für die Kleinsten
Matthias Schriefl, Kopf des Trios, brachte viele Instrumente, unter anderem ein Tenorhorn, mit auf die Bühne der Everswinkeler Festhalle.

Der Morgen war den jüngsten Sprösslingen von dreieinhalb bis zehn Jahren gewidmet, am Nachmittag waren die Kinder aller Kindergärten eingeladen. „Ich bin ein kleiner Elefant, und mein Rüssel sieht aus wie eine Trompete“, sagte Matthias Schriefl. Im „Gepäck“ hatte der Jazzmusiker unter anderem „Brummbär“ Alexander Morsey (Kontrabaß), Jazzfreunden ebenfalls kein Unbekannter. Mitgebracht hatte Schriefl aber auch zahlreiche Musikinstrumente, wie Alp- und Flügelhorn. Richtig begeistert war sein junges Publikum jedoch vor allem von der „Loop-Delay“-Technik, mit der Schriefl sich sein eigenes Orchester zusammenstellte. Bei der Technik werden kurze Sequenzen aufgenommen, die dann zeitgleich mit neuen Instrumenten oder Gesang überlagert werden. Für die Sprösslinge war aber nicht nur der musikalische Auftritt der Jazzband ein Höhepunkt des Tages. „Der Tornister durfte heute zuhause bleiben“, sagte Schulleiter Martin Linnemannstöns. Statt Mathe zu pauken oder Deutsch zu lernen, bastelten die Kinder kleine Handinstrumente und studierten Lieder ein. Und weil das natürlich hungrig macht, gabs zum Abschluss Brötchen, Obst, Gemüse und Eis. Gesponsert wurde der Tag vom Förderverein der Schule, dem Kulturkreis Everswinkel und der Sparkasse Münsterland-Ost. Die Idee zu diesem besonderen Konzert stammte von Karl Vennemann, Leiter der Kita Weidenkorb. Vennemann hatte das Matthias-Schriefl-Trio beim Jazzfestival in Münster kennengelernt.

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