Jecken mit Karnevalsvirus infiziert
Bild: Baumjohann
Einfach tierisch gut waren die Kostüme der Nachbarschaft „Hoetmarer Straße“ aus Westkirchen. Ihr Motto „König der Löwen“ hatten sie auch auf ihrem Karnevalswagen umgesetzt.
Bild: Baumjohann

Wie ansteckend gute Stimmung ist, war am Sonntagnachmittag zu beobachten. Viele hundert Besucher säumten die Straße und waren sofort vom Karnevalvirus infiziert. So hatten die Protagonisten auf 50 Mottowagen leichtes Spiel, das Jeckenvolk zu begeistern – mit fetziger Musik, ausgefallen und kreativen Kostümen, lautstarken „Helau“-Rufen und natürlich reichlich Kamelle.

Prinz André I. Gerbermann und seine Prinzessin Anne II. waren die Hauptpersonen im Zug und grüßten die Jecken vom Kolpinggefährt. Ihre Aufwartung machten den Tollitäten unter anderem Abordnungen aus den Nachbargemeinden. Die „Hoetmarer Elite“, die „Raestruper Jungs“ sowie die Landjugendlichen aus Milte, Ostbevern, Westbevern und Telgte garantierten Stimmung unter den kostümierten Besuchern. „FKK und die Promille Poggen“ präsentierten sich als Wikinger, „Tackamarohr“ spielte im Casino Royal.

Die „Donnesbuddys“ widmeten sich humorvoll Limburgs Bischof Tebartz-van Elst, ihren Prinzen, den „guten Geist aus dem Berdelland“, beschworen die „Hacketaler Spalter“ und die Tanzgruppe „Stay on Beat“ behauptete: „Trotz der Weite dieser Erde, sind wir die beste Herde!“. „Melk die Kuh“ hatte den Euter Richtung USA ausgerichtet und bewies in der Abhöraffäre dickes Fell. Alle Beteiligten – ob Wagenbesatzungen, Fußgruppen und Zuschauer – gaben im Vitusdorf ihr Bestes. Die „Möllenkämper“ tauchten im wahrsten Sinne ab, „RVESI“ rechnete mit dem Kölner TV-Prollpaar „Carmen und Robert Geiss“ ab und dem Spielmannszug Albersloh („Karneval ist nur einmal im Jahr“) widersprach niemand.

Genau wie der Spielmannszug Müssingen wussten die Albersloher musikalisch zu überzeugen. Überzeugend war auch das Programm auf der Kinderbühne auf dem Magnusplatz, wo neben Tanzmariechen Frieda Höft Zauberer Daniel Dück und die Tanzgruppe „Litte Sunshines“ aus Wolbeck auftraten. Von der Bühne aus konnten die jungen Besucher später auch den Karnevalsumzug bewundern und auf die Jagd nach den Bonbons gehen, mit denen die Wagenbesatzungen am Sonntag nicht sparten.

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