Junge Jecken: Finger weg vom Hochprozentigem
Bild: J. Kleigrewe
Thomas Stohldreier (Gemeinde Everswinkel), Benedikt Bolk (EKG, Martin Wlezel (Gemeinde Everswinkel), Marcel Feltmann (EKG) und Martin Baggeroer von der Polizei unterstützen die Aktion  Keine Kurzen für Kurze .
Bild: J. Kleigrewe

Seit einigen Jahren setzt das Bündnis auf Prävention und Aufklärung, um Minderjährige von hochprozentigem Alkohol abzuhalten. Martin Welzel vom Ordnungsamt der Gemeinde Everswinkel betont dabei den Nutzen der Aktion. „2013 hatten wir fünf Jugendliche aufgegriffen, die Alkohol bei sich hatten. 2013 haben wir niemanden erwischt und im vergangenen Jahr nur einen Jugendlichen.“ Die rückläufige Tendenz bestätige den Präventions-Ansatz, so Welzel.

Auch in diesem Jahr werden wieder Trupps, bestehend aus Polizei und Ordnungsamt, während des Umzugs durch das Dorf gehen und Ausschau halten. Fallen Jugendliche auf, können deren Rucksäcke kontrolliert und gefundener Alkohol konfisziert werden. Im schlimmsten Fall droht ein Platzverweis. Für schon deutlich angetrunkene Jugendliche wird eine Jugendschutzstelle im Rathaus eingerichtet, wo die Erziehungsberechtigten ihre Kinder abholen können.

Die Eltern sieht Martin Baggeroer von der Polizei stark in der Verantwortung. Denn trotz der Kampagne und der Kontrollen könne alles, was im Privaten stattfinde, nicht kontrolliert werden. Daher seien dort die Eltern in der Pflicht, zu klären, was erlaubt sei und was nicht. Zudem könnten sie ihre Kinder auch begleiten und dürften auf keinen Fall den Karneval als Ausnahme von ihrer Pflicht verstehen.

Zudem haben die Organisatoren von der EKG in diesem Jahr einige Neuerungen eingeführt. Nachdem es im vergangenen Jahr zu einigen Zwischenfällen während des Umzugs gekommen war, werden alle Wagen vor dem Start kontrolliert, um zu verhindern, dass sich während der Fahrt zu viel Alkohol auf dem Wagen befindet. Schon direkt nach dem vergangen Umzug habe man einige Maßnahmen ergriffen, erklärte Marcel Feltmann. „Wir haben die Vorfälle in einem Brief aufgelistet und diesen an alle Teilnehmer geschickt, damit sie ihre eigenen Schlüsse ziehen konnten“, so Feltmann. Außerdem wird es erstmals Wagenbegleiter geben, die für die Sicherheit des Zugs sorgen sollen. Diese werden gekennzeichnet, und auch ihre Namen sind bekannt, so dass sie, falls sie ihre Pflichten vernachlässigen sollten, vom Umzug ausgeschlossen werden können. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, einzelne Wagen, deren Besatzungen sich nicht benehmen, während der Fahrt aus der Kolonne zu ziehen. Hier arbeitet die EKG eng mit Polizei und Ordnungsamt zusammen, um die Sicherheit aller Teilnehmer zu garantieren. Für alle Beteiligten ist klar, dass die Aktion fortgesetzt werden wird. Die guten Ergebnisse müsse man weiterführen, so Welzel.

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