Karnevalisten lösen Einkaufsprobleme
Bild: Baumjohann
Der Kegelclub „Rollendes Glück“ war als Hühnergruppe unterwegsund zog damit eine Menge Blicke auf sich.
Bild: Baumjohann

Nicht das einzige lokale Thema, das die Jecken beim Karnevalsumzug aufs Korn nahmen. So plädierte die Ehrengarde Everswinkel dafür, den Eber aus dem Ortswappen zukünftig durch einen Panda zu ersetzen. E-bär-swinkel wäre dann wohl der neue Gemeindename. Und die „Elfen“hatten sich die Kunst für den Grothues-Kreisel zur Brust genommen und bereicherten den Zug als Stehlampen. Ganz nah bei seinen Närrinnen und Narren war übrigens Kolpingprinz Thomas I. aus dem Märchenland (Spieß). Er verzichtete auf ein Gefährt und war genau wie der gesamte Elferrat und Präsident Jörg Meininghaus per pedes durch das historische Viereck unterwegs.

Der „Spendierlaune“ tat das natürlich keinen Abbruch: Thomas I. verteilte wie die anderen Zugteilnehmer auch reichlich Kamelle an die Närrinnen und Narren am Straßenrand. Viel näher beim närrischen Volk war mit dem neuen Wagen auch der Elferrat des MGV/BSHV: Mit an Bord war neben Tanzmajor Lars Thiemann und Tanzmariechen Cathrin Pieper übrigens auch Pfarrer Heinrich Hagedorn. 58 Zugnummern umfasste der Lindwurm der Freude, der sich am gestrigen Sonntag durch die Straßen des Vitusdorfes schlängelte. Wieder dabei waren neben den Lokalmatadoren zahlreiche Gruppen aus dem Umland - so unter anderem insgesamt 13 Wagen verschiedener Landjugenden. Aber auch Musikgruppen und Spielmannszüge fehlten im Bild des 37. Everswinkeler Karnevalsumzuges nicht. Natürlich auch nicht die Seitenhiebe auf die große Politik: Die Euro-Krise war ebenso Thema wie Ex-Bundespräsident Christian Wulff oder der Klimawandel. Sehenswert neben den Wagen auch die zahlreichen Fußgruppen, die mit ihren kreativen Kostümen zu begeistern wussten.

 Ein Wermutstropfen bei allem närrischen Frohsinn: Komplett geschlossen hielt Petrus die himmlischen Schleusen während des Umzugs nicht. Zum Glück blieb es wenigstens weitestgehend trocken. Und von zwischenzeitlichem Regen und Graupel lassen sich echte Karnevalisten die gute Laune ohnehin nicht verderben. Und nach dem Zug wurde sowieso im Trockenen weitergefeiert: Entweder in einer der Kneipen des Vitusdorfs, im Zelt oder privat.

SOCIAL BOOKMARKS