Kein Unterricht in Pavillons
Bild: Ebert
Es kommt zum Bürgerentscheid: Im September können alle wahlberechtigten Ostbeveraner über die Raumlösung der Josef-Annegarn-Schule abstimmen.
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Das Gremium lehnte ein Bürgerbegehren ab, das vorsah, einige Klassen der Verbundschule ab dem kommenden Schuljahr in Containern zu unterrichten.

Die Mehrheit der Ratsmitglieder, die sich zu einer Sondersitzung in der Aula der Josef-Annegarn-Schule (JAS) eingefunden hatten, votierte gegen die Aufstellung von Containern auf dem JAS-Gelände. Allein zwei SPD-Vertreter teilten das Anliegen der Bürgerinitiative.

Dem gescheiterten Bürgerbegehren folgt ein Bürgerentscheid. Diesen Urnengang terminierten die Lokalpolitiker auf Sonntag, 16. September. Nach Angaben der Verwaltung wird mit außerplanmäßigen Kosten von 10 000 Euro für die Durchführung des Bürgerentscheids kalkuliert. Dazu kommen Personalaufwendungen, die bei geschätzten 220 Arbeitsstunden mit 5000 Euro beziffert werden.

Zum Hintergrund: Der Verbundschule Ostbevern wird eine Schülerschwemme prognostiziert. In den kommenden sechs Jahren werden der Einrichtung bis zu vier Klassenzimmer fehlen. Die gleiche Anzahl von Räumen wird laut Schätzung in der an der gegenüberliegenden Straßenseite befindlichen Ambrosius-Grundschule frei. Dort schlägt der demografische Wandel durch und die Schülerzahl wird abnehmen. Der Schulausschuss der Gemeinde hatte sich in einer Sondersitzung im Mai dafür ausgesprochen, zwei Klassen der Verbundschule ab dem kommenden Jahr in der Grundschule zu unterrichten. Dies war anschließend durch eine Ratsentscheidung bestätigt worden.

Jetzt sprach sich jetzt die Ratsmehrheit dafür aus, eine weitere Klasse in der Verbundschule zu unterrichten. Möglich sei dies in einem Fachraum oder in einem Klassenraum in der JAS, der zurzeit als Selbstlernzentrum genutzt wird, hieß es. Die Überlegung, Klassenräume der benachbarten Franz-von-Assisi-Grundschule zu nutzen, werden nicht weiterverfolgt. Eine von dem Bürgerbegehren geforderte Containerlösung hätte den Gemeindehaushalt mit 130 000 Euro belastet.

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