Klimanotstand: Grünen-Antrag abgelehnt
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Der Klimanotstand wird in Everswinkel nicht ausgerufen. Die Grünen sind mit ihrem Antrag gescheitert. Jedoch sollen mehr Bäume gepflanzt werden.
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Die Eindämmung des Klimawandels und seiner Folgen solle höchste Priorität haben, die Erderwärmung solle auf 1,5 Grad Celsius begrenzt und sämtliche Ratsbeschlüsse sollten auf ihre Auswirkungen auf den Klimaschutz verpflichtend beurteilt werden: Dieser Antrag war bereits in den vorangegangenen Ausschusssitzungen mit Mehrheit der CDU abgelehnt worden.

In der Ratssitzung unternahm Grünen-Sprecher Karl Stelthove erneut einen Vorstoß: „Es erschreckt mich, wie mit der Thematik umgegangen wurde.“ Zur Untermauerung seiner Argumente hatte er Zeitungsartikel mitgebracht. Die weltweiten Probleme, die der Klimawandel mit sich brächte, lägen nicht vor der Haustür, „aber wir sind dafür verantwortlich“, so Stelthove. Wenn sich jetzt nicht jeder einsetze, dann werde das in einer Katastrophe enden.

Zu allgemein sei der Grünen-Antrag formuliert worden, war die Meinung von Peter Friedrich (FDP). Selbstverständlich müsse man sich Gedanken über den Klimaschutz machen, aber es wäre besser, wenn man konkrete Maßnahmen in Everswinkel in Angriff nehmen würde. Dafür gäbe es von den Grünen allerdings keine Vorschläge.

Dr. Wilfried Hamann (SPD) wollte nicht, dass das Thema vom Tisch gewischt wird. Daher sei es sinnvoll, bei Ratsbeschlüssen deren Auswirkungen vor Augen zu führen: „Lasst uns mit einem konkreten Thema anfangen. Wo haben wir in Everswinkel noch Platz, um Bäume anzupflanzen?“ CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Folker betonte, dass in Everswinkel bereits seit Jahren nachhaltig gearbeitet werde. In dem Grünen-Antrag stehe nichts drin, was das Klima in Everswinkel verbessere. Es gehe am Ziel vorbei, in Everswinkel den Klimanotstand auszurufen mit einem „kopierten Antrag aus anderen Städten“.

Auch Bürgermeister Sebastian Seidel konnte dem Antrag nichts Konkretes entnehmen. Man solle nicht in Panik verfallen, aber diesen Bereich im Auge behalten, allerdings mit „Maß und Mitte“. Man habe keine Scheuklappen auf vor dem, was in der Welt passiert. Und man sei sich einig, dass etwas passieren müsse: Eher handeln als eine Resolution verabschieden.

Der Grünen-Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt. Einstimmig votierte das Ratsgremium aber dafür, nach Flächen für Baumpflanzungen zu suchen.

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