Maria Große ist Bundesjugendkönigin
Geehrt mit der Königskette: Maria Große mit den Vizepräsidenten des WSB Dieter Rehberg und Gabriele Kemena.  Bild: Jagener

Der Wettbewerb fand im Landesleistungszentrum des Schützenverbandes Mecklenburg-Vorpommern statt. 40 Teilnehmer, die amtierenden Landes- und Landesjugendkönige der einzelnen Landesverbände, stritten um die Königswürde. Geschossen wurden 20 Schuss mit dem Luftgewehr oder der Luftpistole auf elektronische Scheiben. Gewertet wurde der beste Teiler. Die sogenannte Teilerwertung gibt die Abweichung des Schusses vom Mittelpunkt der Scheibe in tausendstel Millimeter an. Für die Zuschauer wurde jeder Schuss auf einer Großleinwand angezeigt. Maria Große benötigte zehn Schuss, um sich auf die fremde Anlage einzustellen, denn anders als bei Wettkämpfen sonst üblich, waren keine Probeschüsse erlaubt. Es folgten einige „gute“ Zehner, doch auf die fast perfekte Zehn mussten die Zuschauer bis zum letzten Wettkampfschuss warten. Nach langer Konzentrationsphase – alle starrten gebannt auf die Leinwand – eine 10,8. Da nur vier Jugendliche dieses Ergebnis erreichten, war der 16-jährigen Everswinkelerin ein Platz unter den ersten vier sicher. Bei der Abschlussveranstaltung, dem Bundesschützenball, wurde das Geheimnis gelüftet. Der Erste Vizepräsident des Deutschen Schützenbundes, Heinz-Helmut Fischer, Bundesjugendleiter Josef Locher und der Stellvertretende Bundessportleiter, Gerhard Furnier, nahmen die Ehrungen vor. Als Platz zwei an der Reihe war und die Schützin vorgestellt wurde: „Schülerin, schießt seit 2000….“, war schnell klar, dies konnte nicht Maria Große sein. Grenzenloser Jubel bei der westfälischen Delegation, als der Everswinkelerin die Königskette überreicht wurde. Ein Teiler von 33,5 reichte zum hauchdünnen Sieg (1,5 tausendstel Millimeter) vor Franziska Sprengard (Pfälzischer Sportschützenbund) mit einem Teiler von 34,9. Bei den Erwachsenen setzte sich Christine Fuhr vom Rheinischen Schützenbund mit einem Teiler von 58,0 durch. Der westfälische Landeskönig, Manfred Hempelmann aus Oetinghausen, belegte den 16. Platz.

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