Mattscheibe soll nicht schwarz bleiben
Umstellung: Mit Stichtag 30. April wird von analoges auf digitales Fernsehen umgestellt. Fachmann Michael Arning erklärt, worauf Kunden achten müssen, damit nicht Sendepause herrscht.

Michael Arning, Geschäftsführer von EP Arning in Everswinkel, rät, frühzeitig den eigenen Empfang des Fernsehens zu überprüfen, ansonsten gibt es ab 1. Mai nur ein schwarzes Bild auf dem Fernsehschirm. „An der Satellitenschüssel wird der analoge Kopf durch einen digitalen Kopf, der sich LNB (Low Noise Block Converter) nennt, ausgetauscht“, erklärt Michael Arning. Zudem sei es erforderlich, sich einen digitalen Receiver anzuschaffen.

Videotext gibt Auskunft über Signal

Kunden, die nicht über ihren eigenen Fernsehempfang informiert sind, sollten jetzt schleunigst bei einem Fachbetrieb nachfragen und den Satellitenempfang messen lassen. Auf der Videotext Seite 198 der ARD lässt sich dies ebenfalls prüfen. Außerdem beschreibt die ARD auf ihrer Internetseite ausführlich in fünf Schritten die technische Durchführung. Doch nicht nur das näher rückende Datum, sondern auch mögliche Anhebungen der Preise setzen die Verbraucher unter Druck. Denn je größer die Nachfrage nach den benötigten Geräten und Einzelteilen für die Umrüstung werde, desto teurer werde der Kauf. „Die Umrüstung bedeutet eine erhebliche Verbesserung der Bild- und Tonqualität des Fernsehens durch die digitale Ausstrahlung und ist daher vergleichbar mit dem Umstieg von Schallplatte auf CD“, sagt Arning.

Mehr Programme und schärferes Bild

Weiterhin können Kunden ab dem 1. Mai eine größere Auswahl von TV- und Hörfunk-Programmen empfangen. Ein weiterer Vorteil des Umstieg ist, dass der digitale Empfang hochauflösendes Fernsehen ermöglicht. So können Verbraucher zukünftig in HDTV, Dolby Digital sowie HbbTV schauen und das Fernsehen mit dem Internet verknüpfen. Allerdings ist der Umstieg auch mit Kosten für den Kauf der neuen Endgeräte verbunden. „Ein guter Receiver kann schnell zwischen 100 und 200 Euro kosten“, betont Arning. Trotzdem sieht der Fernsehfachmann die Umrüstung als positiv und erforderlich an, sodass es durchaus als technischer Fortschritt bezeichnet werden kann.

Kabelkunden sind nicht von der Umstellung betroffen, da die Betreiber weiter ihre analogen Dienste anbieten wollen. Es gibt noch kein genaues Datum, wann auch die Kabelkunden umrüsten müssen.

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