Mit gutem Konzept in die Zukunft radeln
Bild: J. Kleigrewe
Zusammen mit Mitarbeitern aus der Verwaltung und einigen Ratsmitgliedern nahm Bürgermeister Wolfgang Pieper (3.v. l.) die Urkunde und das Ortseingangsschild als fahrrad- und fußgängerfreundliche Stadt von Christina Fuchs und Winfried Pudenz (Mitte) entgegen.
Bild: J. Kleigrewe

 Zur Überreichung der Urkunde waren aus dem nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium Winfried Pudenz und Peter London nach Telgte gekommen. Außerdem war mit Christina Fuchs auch die Geschäftsführerin des „AGFS“ zugegen, und alle drei Gäste lobten, wie fahrradfreundlich Telgte jetzt schon ist. Denn im Juni war die Bewertungskommission der Arbeitsgemeinschaft für einen Tag in die Stadt gekommen, um sich ein Bild von der Infrastruktur zu machen. „Man merkt, dass wirklich alle mit voller Überzeugung dabei sind“, lobte Winfried Pudenz bei der Urkundenübergabe. Mit vielen Bürger- und Touristenradwegen sowie Themenrouten und neu gebauten Abstellplätzen ließ sich die Jury schnell überzeugen. Dazu kommt, dass die Telgter Innenstadt für Radfahrer wieder aus beiden Richtungen befahrbar ist, was angesichts des Kopfsteinpflasters beachtlich sei, wie Pudenz betonte.

Das war aber nur der erste Teil der Begutachtung. Denn neben der schon vorhandenen Infrastruktur sind die Pläne für die Zukunft mindestens genauso wichtig. „Die Wege müssen nicht alle fertig sein, aber es muss ein gutes Zukunftskonzept vorliegen“, erklärte Peter London, der bei der Besichtigung dabei und vom Telgter Konzept überzeugt war. Damit es überhaupt ein gutes Konzept geben konnte, war in der Zeit vor der Besichtigung eine intensive Arbeit im Rathaus nötig, für die sich Bürgermeister Wolfgang Pieper bei seinen Mitarbeitern und den Ratsmitgliedern bedankte. „Es war nicht leicht, die Prüfung zu bestehen, weshalb es für uns eine Ehre ist, heute aufgenommen zu werden“, so Pieper. Ausruhen können sich die Telgter jetzt aber nicht. Denn zum einen wird sich innerhalb der „AGFS“ stetig ausgetauscht und an verschiedenen Ideen gearbeitet und zum anderen wird in spätestens sieben Jahren eine erneute Überprüfung stattfinden, bei der die Umsetzung der aktuellen Zukunftskonzepte überprüft wird.

„Wenn wir Zweifel haben, kann es aber auch schon vorher einen Besuch geben“, warnte Peter London. Dies ist Wolfgang Pieper bewusst, doch Sorgen machte er sich am Dienstag nicht, „denn Radfahren ist hier im Münsterland ein Lebensgefühl und macht einfach Spaß“.

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