Nach Reise-Chaos Spaß in Schweden
Gestrandet: Hin- und Rückreise standen unter keinem guten Stern. Hier übernachten die Teilnehmer im Hamburger Hauptbahnhof.

Bereits im Februar hatte es die erste Hiobsbotschaft gegeben: die vorgesehene Unterkunft sollte in den ersten beiden Sommerferienwochen nicht zur Verfügung stehen. Daraufhin entschieden die Organisatoren unter der Leitung von Karl Stelthove, das Ferienlager um zwei Wochen zu verschieben. Von den bereits 28 angemeldeten Teilnehmern sagte die Hälfte ab.

Schließlich trat eine Gruppe von 16 Mädchen und Jungen sowie fünf Betreuern die Reise nach Schweden an. Allerdings kam vier Tage vor der Abreise von der Deutschen Bahn die Information, dass der geplante Zug auf der Rückfahrt vom dänischen Fredericia nach Hamburg ausfallen würde. Über ein Reisebüro wurde für den Tag darauf eine alternative Rückfahrmöglichkeit gefunden. Am Tag der Abfahrt schließlich, nachdem bereits drei Betreuer mit einem Kleinbus vorausgefahren waren, stand die 18-köpfige Reisegruppe im Bahnhof Münster und erfuhr, dass der reservierte Zug von Münster nach Hamburg nicht fahren würde. Mit Angstschweiß auf der Stirn erfuhr Tourleiter Stelthove, dass es noch eine Umleitung mit Umstieg in Hamm und Hannover nach Hamburg gebe, wo dann die geplante Weiterfahrt über Kopenhagen nach Norrköping möglich wäre, so dass die Gruppe dann zwar planmäßig ihr Ziel erreichte, aber, da ohne Platzreservierungen, ziemlich auseinandergerissen wurde.

Für die Anreisestrapazen wurden dann alle auf der fünftägigen Kanutour bei herrlichem Wetter entschädigt. Auch die anschließenden zehn Tage in „Bergkulla“, dem Vereinsheim des Orientierungslauf-Sportvereins NAIS Norrköping, waren sehr erholsam. Von dort wurden Tagesfahrten ins nahe Norrköping und nach Stockholm organisiert. Auch das so genannte Elch-Watching war erfolgreich. Abseits der Straße in der Abenddämmerung konnte eine Elchkuh mit ihrem Nachwuchs beobachtet werden. Der Besuch der Museumsglashütte in Rejmyre sowie Radtouren ließen keine Langeweile aufkommen.

Auch die Rückreise mit der Bahn war abenteuerlich. Insgesamt sechsmal mussten die DJK-ler mit ihrem gesamten Gepäck umsteigen, bevor sie nachts um 2.30 Uhr im Hamburger Hauptbahnhof strandeten und von dort erst um 6 Uhr morgens nach Münster weiterfahren konnten.

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