Närrische 66 Jahre Kolping-Karneval
Bild: Mettelem
Präsidentenauflauf: (v.l).  Ehrenpräsident Ewald Stumpe, der amtierende Kolpingpräsident Lars Thiemann, und seine Vorgänger Jörg Meininghaus, Manni Schlarmann und Klemens Diepenbrock.                                              
Bild: Mettelem

 Ein Prinzenpaar ist das repräsentative Aushängeschild des Karnevals, die Organisation der Feste jedoch Aufgabe der Sitzungspräsidenten. Seit 1954 in 66 Jahren haben erst sechs Männer diese Aufgabe wahrgenommen. Der mittlerweile verstorbene Bertram Merkens, der als rheinische Frohnatur den Everswinkeler Kolpingkarneval gegründet hat, prägte die fünfte Jahreszeit von 1954 bis 1974 im Saal Diepenbrock. Seit 1975 findet das Fest in der Festhalle statt.

Kürzlich trafen sich erstmals die ehemaligen Präsidenten mit dem aktuellen Amtsinhaber in „Dienstkleidung“. Der imposante Federhut von Ewald Stumpe (1975 bis 1992) ist da genauso in Erinnerung wie die grüne Jacke von Klemens Diepenbrock (1993 bis 2003). Jeder der Präsidenten drückte dem Karnevalsfest seinen bleibenden Stempel auf, wobei man anerkennend feststellen muss, dass Ewald Stumpe das Fest in der heutigen Form etablierte – und das fast als Alleinorganisator. „Diesen Zeitaufwand konnte ich unmöglich leisten“ erinnert sich Klemens Diepenbrock und fügt an, dass daraufhin die Arbeitsteilung eingeführt wurde. Der Arbeitskreis Kolpingkarneval war entstanden. „Wir haben es V-Team genannt, warum, weiß ich auch nicht mehr“, so Diepenbrock weiter.

Das V-Team hat sich etabliert über die Amtszeiten von Manfred Schlarmann (2004 bis 2010) und Jörg Meininghaus (2011 bis 2016). „Ohne diese Unterstützung ist ein Fest dieser Größenordnung nicht mehr zu organisieren“, sind sich alle Präsidenten einig.

Der amtierende Präsident Lars Thiemann freut sich auf das kommende Fest und darüber, dass sein Fingerzeig „We want you for Karneval“ so erfolgreich gewesen ist, nachdem das Fest 2019 ohne Prinzenpaar stattfinden musste. „Wir haben wieder ein tolles Programm und ein tolles Prinzenpaar“, so Thiemann. Er verweist auf den bisher guten Vorverkauf. Wer an dem Fest am Samstag, 15. Februar, teilnehmen möchte, hat noch Gelegenheit, sich Restkarten zu sichern. Es gibt sie in der Vorverkaufsstelle Thea Kortmann, Vitusstraße 26a.

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