Pfarrer Hagedorn verabschiedet sich
Bilder: Mettelem
Auf der Schwelle der Kirchentür nach dem Gottesdienst: (v. l.) Pater Dimon, Pfarrer Heinrich Hagedorn und Pfarrer Thomas.
Bilder: Mettelem

Pfarrer Heinrich Hagedorn hatte bewusst das Patronatsfest des Heiligen Magnus zum Anlass genommen, seiner Gemeinde auf Wiedersehen zu sagen. Zu Jahresbeginn hatte er den Münsteraner Bischof gebeten, ihn von den Aufgaben eines Pfarrer in Everswinkel zu entbinden. Vorausgegangen seien intensive Überlegungen, die zu diesem Schnitt geführt hätten, so Hagedorn in einer persönlich gehaltenen Predigt. Die psychische und körperliche Belastung hätten zu einem Burnout geführt, den er in einer dreimonatigen Auszeit bewältigt habe. Dabei sei ihm deutlich geworden, dass ihm seine eigentliche Berufung, die Seelsorge und die Verkündung des Evangeliums ohne Äußerlichkeiten, wichtiger sei als die kräftezehrende Verwaltungsarbeit in der Pfarrgemeinde. Die Verantwortung für 70 Mitarbeiter, für die drei Kindergärten, das Friedhofswesen und nicht zuletzt für die Renovierung der St.-Magnus-Kirche seien belastend gewesen, hatte Hagedorn bereits früher gesagt. Besonders am Herzen habe ihm die Arbeit und Sorge um die Flüchtlinge gelegen. Daraus ist auch das Haus für die Flüchtlinge entstanden, das die katholische Kirchengemeinde an der Münsterstraße hat bauen lassen.

Die feierliche Messe begann mit dem Einzug der Fahnenabordnungen der kirchlichen Vereine aus Everswinkel und Alverskirchen wie Frauengemeinschaft, Landjugend, der Männergemeinschaft und Kolpingsfamilie sowie der mehr als 20 Messdiener. Mit am Altar standen neben Pfarrer Hagedorn auch Pfarrer Thomas, Diakon Berni Butt und Pater Dimon, der – aus Brasilien kommend – zurzeit in Everswinkel weilt. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor St. Magnus unter der Leitung von Brigitta Kraß. Heinrich Hagedorn bedankte sich bei allen kirchlichen Institutionen im Ort und den ehrenamtlichen Mitarbeitern, die ihn über die zehn Jahre begleitet hätten. Außerdem mit einem Augenzwinkern auch beim Schützenverein St. Hubertus, der ihn seinerzeit herzlich aufgenommen habe. Der Abend schloss mit einem lockeren Empfang im Pfarrheimgarten,.

Pfarrer Heinrich Hagedorn bleibt noch bis zum 9. Oktober in Everswinkel, unterstützt in dieser Zeit die Hiltruper Schwestern in ihrer Seelsorgearbeit und wird danach als Pfarrer in Ahaus-Alstedde tätig sein: „Da aber in der zweiten Reihe“, so Hagedorn.

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