Pilot der fahrlässigen Tötung angeklagt
Beim Absturz eines Ultraleichtflugzeugs im September 2014 in Telgte kamen zwei Menschen ums Leben.

Der Prozess soll beim Schöffengericht des Amtsgerichts Warendorf geführt werden.  Der Münsteraner führte an diesem Tag am Verkehrslandeplatz in Telgte Schleppflüge für Segelflugzeuge durch und wollte nach dem Ausklinken des hochgeschleppten Segelflugzeugs wieder landen. Für diese Flüge steht eine Graspiste zur Verfügung.

Zur selben Zeit befand sich ein 48-jähriger Fluglehrer mit einem 52 Jahre alten Copiloten am Ende eines Übungsfluges mit seinem Ultraleichtflugzeug ebenfalls im Landeanflug auf diesen Verkehrslandeplatz und beabsichtigte, auf der parallel verlaufenden Asphaltpiste aufzusetzen. Bei dem Landeanflug soll der 33-Jährige  unter Missachtung von Sicherheitsvorschriften – insbesondere unter Verletzung des Vorflugrechtes des verunglückten Piloten – in dessen Flugbahn geflogen sein und sich vor diesen gesetzt haben. Dabei soll das an dem Schleppflugzeug des Angeschuldigten befestigte Schleppseil in den Propeller des verunfallten Ultraleichtflugzeuges geraten sein. Dies soll den Absturz der verunfallten Maschine aus einer Höhe von 40 Metern in ein Maisfeld westlich der Landebahn verursacht haben.

Durch den Aufprall geriet das abgestürzte Ultraleichtflugzeug in Brand. Beide Insassen erlitten bei dem Unfall schwere Brandverletzungen und Knochenbrüche. Sie wurden sofort nach der Bergung in Unfallkliniken verbracht, konnten aber trotz aller ärztlicher Bemühungen nicht mehr gerettet werden und verstarben wenige Tage später an den unfallbedingten Verletzungen.

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