Rasantes Internet steht in den Startlöchern
Bild: Stempfle
Freuen sich auf den Projektstart: (v. l.) Klimaschutzmanager Julian Schütte, Ingo Teimann, Stefan Teutscher (beide Deutsche Glasfaser), Bürgermeister Wolfgang Annen, René Fuchs (Deutsche Glasfaser), Klaus Hüttmann (Fachbereich Bauen) und Wirtschaftsförderin Helena Wala.
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Mit 100 Mbit/s sowohl Down- als auch Uploaden: Das sind Breitbandraten, von denen die Ostbeverner Bürger nicht mehr lange träumen müssen. Das Unternehmen „Deutsche Glasfaser“ hat die Parole ausgegeben, so viel Glasfaser wie möglich in den Kreis Warendorf zu bringen, nach einem erfolgreichen Auftakt in Drensteinfurt soll die Bevergemeinde folgen.

Der Haken an der Sache: 40 Prozent der 3000 anschließbaren Haushalte müssen sich für einen Anschluss entscheiden, bei den Unternehmen in den Gewerbegebieten liegt die zu erreichende Beteiligung gar bei 50 Prozent. Erreicht Ostbevern die angepeilten Werte, soll das Projekt in zwölf bis 18 Monaten abgeschlossen sein. Wenn sich nicht genügend Haushalte finden, ist die Aktion vom Tisch. Dazu wurden im Vorfeld Abhängigkeiten definiert: Der Ortsteil Brock kann – auch wenn er die 40-Prozent-Hürde nimmt – nur dann ausgebaut werden, wenn das Beverdorf die Marke knackt. Gleiches gilt für die zwei Gewerbegebiete.

Es soll nicht nur bei der Datenübertragung schnell gehen: Zwölf Wochen hat Deutsche Glasfaser Zeit, die Bürger von ihrem Angebot zu überzeugen. „Wir setzen alles daran, 100 Prozent der Bevölkerung zu erreichen, für das Thema zu sensibilisieren und zu begeistern“, gibt Regio-Manager Ingo Teimann die Marschrichtung vor. Neben großflächiger Werbung, der Einrichtung eines Servicepunkts, der am Samstag, 27. Februar, an der Straße Am Rathaus 9c eröffnet, wird ein Informationsabend am Mittwoch, 24. Februar, ab 19 Uhr im Hotel Beverhof stattfinden. Dazu findet ein Unternehmerfrühstück am 3. März für die Gewerbekunden statt. In den kommenden Wochen werden zudem Mitarbeiter des Unternehmens in sogenannten Beratungsteams von Haus zu Haus gehen, um die Bürger zu informieren. „Die Teams sind als Mitarbeiter erkennbar und können sich ausweisen“, so Tiemann.

Die Vorteile von Glasfaser liegen für Bürgermeister Wolfgang Annen klar auf der Hand: „Es handelt sich um ein wichtiges Infrastrukturprojekt, das Ostbevern zukünftig einen Standortvorteil sichern wird.“ Als „einmalige Chance“ und „großen Gewinn für die Bürger und die Unternehmen“ der Gemeinde sei die Umsetzung absolut wünschenswert. Das Unternehmen „Deutsche Glasfaser“ verlege ein modernes Kabel und garantiert, dass es – anders als bei herkömmlichen Kupferkabeln – zu keinem Leistungsverlust kommt. Dazu entfällt für alle Haushalte, die sich im Projektzeitraum für einen Anschluss entscheiden, die Baukosten in Höhe von 750 Euro. Die Bürger schließen einen Vertrag über zwei Jahre ab und können nach Ablauf dieser Frist zu anderen Anbietern wechseln, so der Bürgermeister. Wer Angst hat, dass sein kompletter Vorgarten für die Verlegung der Leitung umgegraben wird, kann beruhigt durchatmen: „Das Verlegeverfahren ist sauber und schnell. Das Unternehmen bohrt lediglich ein kleines Loch in die Hauswand und verlegt Kabel bis zu Buchse“, verspricht Annen. Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Weil das Unternehmen ein komplett neues Netz aufbauen muss, wird die aktive Technik erst in den Siedlungskern gebracht, bevor in einem zweiten Schritt die Außenbereiche erschlossen werden können. Um über das Projekt mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und Informationen auszutauschen, hat die Gemeinde eine Facebook-Seite unter dem Namen „Glasfaser für Ostbevern“ gegründet.

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