Rathaus-Sanierung in drei bis fünf Jahren
Schadstoffbelastung und eine bröckelnde Fassade: Das Telgter Rathaus muss mittelfristig saniert werden.

Andere Medien hatten zuletzt gemeldet, dass die Maßnahmen aufgrund wegbrechender Gewerbesteuereinnahmen der Stadt in 2021 nicht realisiert werden könnten. Auf Nachfrage in der Verwaltung hat „Die Glocke“ erfahren, dass die Sanierung ohnehin nicht für dieses Kalenderjahr vorgesehen gewesen sei. Gleichwohl würden in Kürze weitere Schadstoffuntersuchungen vorgenommen, um aus den Ergebnissen Rückschlüsse für notwendige Maßnahmen ziehen zu können. Während in anderen Orten, beispielsweise in Greven, vergleichbare Bauwerke aus den 70er-Jahren extrem belastet sind und möglicherweise sogar abgerissen, zumindest aber total-saniert werden müssen, haben die bisherigen Messungen in Telgte vergleichsweise geringen Belastungen mit Formaldehyd und polychlorierten Biphenylen (PCB) ergeben. Aufgrund der gesetzlichen Richtlinien bestehe kein akuter Sanierungsbedarf, heißt es dazu aus der Telgter Stadtverwaltung. Häufiges Lüften und kürzere Reinigungsintervalle seien zunächst geeignet, um die Belastungen in den betroffenen Räumen, beispielsweise dem Kleinen Sitzungssaal, zu minimieren.

Ein jetzt auszuarbeitendes Konzept für die Renovierung soll in drei bis fünf Jahren umgesetzt werden. Dabei soll auch die energetische Sanierung in den Blick genommen werden. Wer aktuell einen Blick auf die Rathaus-Fassade wirft, erkennt unschwer, dass auch dort etwas passieren muss: In Christo-Manier sind verschiedene Betonelemente mit Plastikfolie abgesichert, falls sich Teile lösen sollten.

SOCIAL BOOKMARKS