Reiseapotheke darf in keinem Koffer fehlen
Bild: Averesch
Geben Tipps für die richtige Bestückung der Reiseapotheke (v. l.) Barbara Scholze, Melanie Buse und Astrid Lutterbeck von der Everswinkeler Sertürner-Apotheke.
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Auf welche Tabletten, Cremes und Sprays Urlauber nicht verzichten sollten, erklärt das Team der Sertürner-Apotheke in Everswinkel im „Glocke“-Gespräch.

„Zur Reiseapotheke gehören immer einige Standards, dazu kommen aber noch Medikamente, die aufs jeweilige Reiseziel abgestimmt werden müssen. Aber auch Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen wie beispielsweise bei einer chronischen Erkrankung, dürfen nicht vergessen werden“, erklärt Apothekerin Barbara Scholze. So solle auf jeden Fall an Pflaster, Wunddesinfektion und Schmerzmittel bei Gelenk- oder Kopfschmerzen gedacht werden. Auch ein Mittel gegen akute Magenbeschwerden sowie Durchfall sollte mit eingepackt werden. Weitere Standards seien im Sommer Cremes gegen den Juckreiz nach Insektenstichen, zuvor kommt ein Spray zur Abwehr der Insekten zum Einsatzund die Sonnenmilch.

 „In den Ferien merken wir, dass die Kunden sich auf den Urlaub vorbereiten. Viele füllen bereits Tage vor Reisebeginn ihre Apotheke auf“, teilt die erfahrene Apothekerin mit.

Geht es jedoch in den Urlaub nach Übersee, müssen weitere Vorbereitungen getroffen werden. Vor allem bei Reisezielen in Afrika und Asien sollten Reisende zuvor einen Blick auf die Empfehlung des Tropeninstituts werfen. Auf der Homepage des Tropeninstituts werden empfohlene und vorgeschriebene Profilaxe-Medikamente und Impfungen genannt, die sich auf das jeweilige Reiseland beziehen.

Impfen lassen sollten sich aber nicht nur Urlauber für Reisen nach Übersee, sondern auch in Süddeutschland. Schließlich sei dort die Gefahr einer Übertragung von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch eine Zecke nicht unwahrscheinlich, so die Apothekerin.

„In manchen Ländern werden auch bestimmte Impfungen zur Einreise vorausgesetzt. Gelegentlich muss auch eine Bescheinigung vom Hausarzt eingeholt werden, damit Medikamente auch während eines Flugs mit ins Handgepäck genommen werden dürfen“, führt die Apothekerin an. Empfehlenswert bei mehrstündigen Bus-, Auto- und Flugreisen seien außerdem Kompressionsstrümpfe zur Vorbeugung von Thrombosen. Dies gelte allerdings nur für besonders anfällige Urlauber mit schwachem Bindegewebe, Raucher, Übergewichtigen, Schwangeren oder bei Einahme der „Pille“ in Kombination mit Nikotin.

Sind aber erstmal alle gewünschten Medikamente in der Reisetasche, lässt es sich auch gleich beruhigter in den Urlaub fahren. In der Regel bleibt auch der Großteil der Medikamente unberührt, weiß die Apothekerin. Sollte etwas vergessen worden sein, gibt es im Reiseort auch einen fachkundigen Arzt oder Apotheker, der den Urlaubern weiterhelfen kann.

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