Samba-Klänge und ein Fisch voller Liebe
Zauberte mit ihrer klaren Stimme eine jazzige Atmosphäre mit Samba-Rhythmen und deutschen Texten: Nikola Materne.

Denn was Nikola Materne zusammen mit Jost Ziegler (Klavier, Saxophon, Flöte), Jochen Welle (Schlagzeug), Axel Zinowsky (Gitarre) und Alex Morsey (Kontrabass) musikalisch in den Saal des Gasthofs Diepenbrock zauberte, waren südamerikanische Rhythmen, die mit den einfühlsamen Texten in deutscher Sprache unvergessliche Bilder in den Köpfen entstehen ließen. Das Hauptthema des Abends wurde bereits mit den ersten Liedern deutlich: Die Liebe in ihren zahllosen Facetten, die Nikola Materne mit der Leichtigkeit ihrer klaren Stimme in den Raum malte. Da kam die Schwierigkeit des Alltags ebenso zur Sprache wie Träumereien eines kleinen Fischs, der das Gefühl der Liebe beschreibt. Szenenapplaus gab es auch für die Profi-Musiker von „Bossanoire“, die ihr Können immer wieder in ihren nuancenreichen Soli aufblitzen ließen. Da war der hochkonzentrierte Schlagzeuger Jochen Welle, der den Liedern Struktur gab. Da gab es den Gitarristen Axel Zinowsky, der sein Instrument in Perfektion beherrschte. Da wusste Bassist Alex Morsey jazzige Akzente zu setzen, während Jost Ziegler, der seit fünf Jahren mit Nikola Materne zusammenarbeitet, mit Klavier und Saxophon die Melodien führte. Das Publikum genoss dieses Konzert in entspannter Atmosphäre und wünscht sich eine Fortsetzung. Der reichliche Beifall war Lohn der Akteure, die erst vor wenigen Wochen ein erstes gemeinsames Album unter dem Titel „Wunderbar allein“ herausbrachten. Für den Kulturkreis Everswinkel war dieser Abend ein Zeichen, dass man auch in Zukunft solche Kleinkunst präsentieren sollte, auch wenn nur ein kleinerer Kreis seine Freude daran hat.

SOCIAL BOOKMARKS