Schniggendiller punktet in der Nachbarstadt
Die höchste Zustimmung im Kreis Warendorf hat die Alverskirchenerin Marion Schniggendiller (Direktkandidatin der Grünen) bei der Bundestagswahl in Telgte erfahren.

Anders als im Bundestrend konnten die Christdemokraten weiter im Vitusdorf punkten. Fast jeder Zweite sprach Kandidat Reinhold Sendker sein Vertrauen aus. Dennoch ist die Zahl (2017: 50,8 Prozent, 2013: 54,3 Prozent) genauso rückläufig wie bei der Zweitstimme (2017: 43,5, 2013: 48,9). Bernhard Daldrup und seine Sozialdemokraten mussten ebenfalls im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 Federn lassen (Zweitstimme: minus 4,3 Prozent).

Den Effekt, die lokale Direktkandidatin Marion Schniggendiller ins Rennen zu schicken, konnten in Everswinkel die Grünen nicht nutzen. Sie verloren bei den Zweitstimmen 1,3 Prozent.

Anders sah das in Telgte aus: Die grüne Hochburg im Kreis hat Schniggendiller unterstützt, 11,3 Prozent der Erststimmen konnte sie auf sich vereinigen. Der Wahlbezirk mit dem prozentual höchsten Stimmsanteil für die Direktkandidatin liegt – wen sollte es überraschen – in Telgte. Im Bezirk Brüder-Grimm-Schule Raum B erreichte sie einen Anteil von 17,07 Prozent – Platz eins im gesamten Kreis Warendorf. 17 weitere Wahlkreise aus Telgte schließen sich mit zweistelligen Prozentzahlen für die Alverskirchenerin an. Auf ein weiteres herausragendes Ergebnis können die Telgter stolz sein: Dort wurden im kreisweiten Vergleich die wenigsten Zweitstimmen für die AfD abgegeben (4,9 Prozent). Auch der AfD-Kandidat erhielt dort die wenigste Zustimmung bei den Erststimmen (4,3 Prozent).

Den höchsten Rückhalt hat CDU-Kandidat Reinhold Sendker in Ostbevern erfahren. Im Wahlbezirk der Josef-Annegarn-Schule machten 67,34 Prozent der Wähler ihr Kreuz bei der Erststimme für den Westkirchener – kreisweit nicht einholbar.

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