Schüler bauen Brennstoffzellenschiffen
Den dritten Platz hat das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium aus Telgte belegt: (v. l.) Henning Joswig, Carina Bolz, Ake Johnsen, Carlos Thurn, Michael Theben, Lehrer Mario Möhlenkamp und Dr. Thomas Kattenstein.

Unter ihnen war auch ein Team vom Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium Telgte. Carina Bolz, Carlos Thurn und Lehrer Mario Möhlenkamp belegten den dritten Platz.

In diesem Schuljahr befasste sich der Wettbewerb mit dem Einsatz von emissionsfreien Brennstoffzellenschiffen. In Naherholungsgebieten besteht der Wunsch, die Emissionen der Fahrgastschiffe zu neutralisieren, um den Freizeitsportlern und der ansässigen Tierwelt einen ungetrübten Lebensraum bieten zu können. Dabei hat ein wasserstoffbasiertes Brennstoffzellenschiff den Vorteil, dass deutlich weniger Emissionen die Umwelt belasten und die Geräusche im Naherholungsgebiet wesentlich leiser sind.

Mit Hilfe eines Baukastens und einem Modellschiff mussten die Teams in der Praxisphase ein entsprechendes Modell entwickeln. Dies erforderte vor allem eine dauerhafte Wasserstoffbereitstellung, damit die Schiffe die komplette Strecke des Live-Wettkampfs zurücklegen konnten. Daneben war besonders die Preisverleihung der Höhepunkt der Veranstaltung in Essen-Kupferdreh. Der Wettbewerb wird seit 2004 veranstaltet und soll Schülern die Zukunftstechnologien Wasserstoff und Brennstoffzelle näherbringen.

Der Wettbewerb rund um die Brennstoffzelle und Wasserstofftechnologie ist und bleibt eine wichtige Investition für die Zukunft des Energie- und Wirtschaftsstandortes NRW, betonte Michael Theben, Abteilungsleiter im NRW-Wirtschaftsministerium: „Der Wettbewerb sollte zeigen, dass Physik, Chemie und Mathematik nicht nur trockene Schulfächer sind, sondern einen ganz praktischen Anwendungsbezug haben. Die Wende von fossilen Energieträgern hin zu den Erneuerbaren Energien ist eine der großen Aufgaben und Herausforderungen in unserer Welt. Für unser Land sehe ich hier wichtige Zukunftsperspektiven in der Forschung und in den Unternehmen. Umso wichtiger ist es, sich schon in der Schule mit zukunftsweisenden Technologien zu befassen. Die Brennstoffzelle hat eine große Zukunft vor sich, wenn es darum geht, unsere Energieversorgung insgesamt umweltfreundlicher und CO2-freier zu gestalten. Und zwar sowohl in der Mobilität als auch in der Wärmeversorgung.“

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