Schüler fühlen Bürgermeister auf den Zahn
Eine Schülergruppe ist zusammen mit Jugendpfleger Attila Repkeny (l.) ins Rathaus gekommen, um sich von Bürgermeister Wolfgang Annen darüber berichten zu lassen, was alles im Rathaus passiert. Dazu hatten die Jugendlichen einen Fragenkatalog vorbereitet.

Da ist von laufenden Verwaltungsgeschäften die Rede, von der Erarbeitung von Beschlussvorlagen für den Gemeinderat und dessen anschließender Umsetzung in der Praxis. „Aber“, so der Verwaltungschef, „in erster Linie ist die Gemeindeverwaltung allerdings Dienstleisterin für die Einwohner Ostbeverns.“ Anschaulich und verständlich erklärt er anhand von Beispielen, was damit gemeint ist. „Wenn jemand von euch verreisen möchte, benötigt er einen Reisepass. Den könnt ihr im Rathaus beantragen.“ Oder: „Wir kümmern uns um den Schutz der Einwohner, indem wir eine Feuerwehr unterhalten.“

Den Jugendlichen wird schnell klar: Ganz schön vielseitig, was im Rathaus alles gemacht wird. Die sechs Jungen und Mädchen gehören zum Teilnehmerkreis des Projekts „Beweg was!“, in dessen Rahmen ihnen Kommunalpolitik nähergebracht sowie ihr politisches Engagement und Interesse gefördert werden soll.

Das Gespräch mit dem Ersten Bürger der Gemeinde aber nutzten die Jugendlichen auch, um Fragen zu stellen. Die unterschieden sich gar nicht so sehr von den Themen, die auch die „große Politik“ auf der Agenda hat. Wie geht es mit dem unfertigen Wohn- und Geschäftshaus an der Hauptstraße weiter? Warum wird ein neues Rathaus benötigt? Warum gibt es so wenig Treffpunkte für Jugendliche?

Schmunzeln muss Wolfgang Annen, als er gefragt wird, wie er eigentlich dazu gekommen sei, Bürgermeister zu werden. „Ich habe mich schon immer gerne engagiert und mitgestaltet. Zunächst als Messdiener, dann als Leiter für Jugendfreizeiten und schließlich politisch. Letzteres hat dann zu einer Kandidatur geführt.“ 15 Jahre war er als Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde Pluwig tätig, bis er 2014 die Bürgermeisterwahl in Ostbevern für sich entscheiden konnte. Deshalb ist es ihm ein Anliegen, an die Jugendlichen zu appellieren, sich ebenfalls mit Ideen und Vorschlägen in die Gestaltung ihres Lebensumfelds einzubringen. „Wenn ihr Anregungen habt, dann lasst mich das wissen. Ich bin bereit, mit euch über Lösungsmöglichkeiten zu sprechen.“

Etwas, das Jugendpfleger Attila Repkeny, der das Projekt betreut, gerne hört: „Wir haben nächste Woche ein weiteres Treffen vorgesehen, bis dahin werden wir unsere Wünsche und Anregungen zu Papier bringen.“

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