Schuhe aus Holz und Tücher aus Leinen
Bilder: Mettelem
Die grobe Form ist schon erkennbar. Ewald Stumpe und Reinhard Ottensmann begutachten das Pappelholz, aus dem ein Holzschuh entstehen soll.
Bilder: Mettelem

Vorsitzender Josef Beuck hatte hierzu einmal mehr kompetente Experten eingeladen, die sich noch mit diesem Handwerk auskennen. Reinhard Ottensmann aus Wadersloh hat sich das Holzschuhmacherhandwerk selbst beigebracht, obwohl schon in den Generationen vorher in seiner Familie Holzschuhe hergestellt wurden. Allein das Zuschauen bei der Arbeit seines Vaters hat ihm das Handwerk nähergebracht. Jetzt reist Ottensmann mehrmals im Jahr zu verschiedenen Handwerkermärkten, um seine Tätigkeit vorzuführen und Holzschuhe auch zu verkaufen. Denn praktisch und nahezu unverwüstlich sind sie allemal.

Ewald Stumpe, Ehrenvorsitzender des Heimatvereins, war als Kiepenkerl zugegen, natürlich in Holzschuhen. Er wusste auch Dönekes zu erzählen aus der Zeit seiner Jugend, als auch die Kinder noch in Holzschuhen zur Schule gingen. Reinhard Ottensmann zeigte den Besuchern dann, wie aus einem Stück Pappelholz ein Holzschuh entstehen kann. Altes Handwerkszeug, viel Geschick und Augenmaß gehören dazu. Als Hilfsmittel wurde auch eine Kopiermaschine vorgeführt, mit der aus einem Stück Holz der Grundstock für einen Holzschuh entsteht.

Für die Leinenweberei war Maria Hamann zum Mitmachmuseum gekommen. Sie vermittelte den Besuchern interessante Details zur Herstellung von Leinentuch. Fachausdrücke wie Haspeln, Scheeren und Spulen gehörten dazu, erläuterte Beuck. Alte Leinenmuster werden in den nächsten Monaten erstellt, sodass Küchentücher und Handtücher entstehen werden.

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