Spatenstich für umstrittenes Bauprojekt
Bild: Mettelem
Mit Bürgermeister Sebastian Seidel (r.) begleiteten die Amtsleiter der Gemeindeverwaltung, Vertreter des Gemeinderats, des Bauunternehmens und die Architekten den symbolischen  ersten Spatenstich  zum Bau des Übergangswohnheims.
Bild: Mettelem

 Mit einem symbolischen Spatenstich, an dem Bürgermeister Sebastian Seidel mitsamt der Führungsspitze der Gemeindeverwaltung, den Architekten, der ausführenden Baufirma und Teilen des Gemeinderats teilnahm, wurde der Baubeginn offiziell markiert.

Die Notwendigkeit eines weiteren Übergangswohnheims unterstrich Sebastian Seidel in seiner kurzen Begrüßungsrede. Die Gemeinde habe auch weiterhin mit Zuweisungen von Flüchtlingen zu rechnen. Aktuell seien 30 anerkannte Flüchtlinge und fünf Flüchtlinge in Asylverfahren angekündigt. Zudem holen einige Asylsuchende, die bereits in Everswinkel wohnen, ihre Familien und Angehörigen nach. Seidel weiter: „Auch wenn die Anzahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, deutlich gesunken ist, so sind die Krisenherde in der Welt nicht kleiner geworden. Auch wissen wir noch nicht, wie lange das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei hält.“

Im Rahmen der Vorstellung des geplanten Gebäudes wurde deutlich: Es ist nicht nur für ausschließlich junge männliche Flüchtlinge gedacht, wie teilweise von der Grünen-Fraktion gemutmaßt wurde. Amtsleiter Thomas Stohldreier erläuterte, dass das Übergangsheim mit rund 50 Plätzen für Familien und alleinstehende Personen geplant ist. Neben den Schlafräumen wird es vier Küchen, sechs Bäder, zwei Gemeinschaftsräume, einen Waschraum und einen Raum für die gesamte Haustechnik geben. Auch sei schon bei der Planung berücksichtigt worden, dass bei zurückgehenden Flüchtlingszahlen ein Umbau in Sozialwohnungen erfolgen kann. Das Gebäude selbst werde rund eine Million Euro kosten, die restlichen eingeplanten 400 000 Euro entfallen auf den Straßenbau, den Kanalanschluss, die Außenanlagen und die Ausstattung der Wohnungen, aber auch auf den Bebauungsplan, Gutachten und Beratungskosten. Es wird mit einer Bauzeit von rund acht Monaten gerechnet.

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