Stadt Telgte befragt 400 Unternehmen
Bild: Junker
Rücken die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Fokus des städtischen Interesses: (v. l.) Andreas Bäumer, Tanja Schur und Bürgermeister Wolfgang Pieper.
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 Bis zum 20. September haben die Mitarbeiter Zeit, die sechs Fragen anonym und ohne Nennung des Unternehmens zu den Themen Kinder- und Pflegebetreuung zu beantworten und an die Stadt Telgte zurückzusenden. Ziel ist es, familienfreundliche Arbeitsplätze zu schaffen, erklärte Bürgermeister Wolfgang Pieper. Dem Handlungsfeld im Rahmen der Zukunftswerkstatt Demografie werde eine hohe Priorität beigemessen. Unter demografischen Gesichtspunkten sind die Bindung junger Familien und die Gewinnung von Neubürgern besonders wichtig. Ein Ansatzpunkt hierbei sei es, zu gewährleisten, dass eine gute Verträglichkeit von Beruf und Familie vor Ort gegeben sei, heißt es in der Vorlage.

Bedarf eruieren

Den Betrieben kommt bei der Thematik eine größere Bedeutung zu. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zielt dabei nicht nur auf ihre Mitarbeiter hinsichtlich der Betreuung ihrer Kinder, sondern rückt auch die Betreuung ihrer pflegebedürftigen Angehörigen in den Vordergrund. „Wir möchten herausfinden, wo und ob überhaupt Bedarfe bestehen“, sagte Andreas Bäumer vom Stadtmarketing. Ferner soll untersucht werden, ob auch Pendler die Möglichkeit haben, ihre Kinder in der Pilgerstadt unterzubringen. Dies müsse jedoch gesondert untersucht und von Fall zu Fall entschieden werden, erklärte der Erste Bürger: „Auch während der Familienphase möchten wir gute Arbeitsbedingungen in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen in Telgte schaffen.“ Sollte nach Auswertung der Fragebögen, spätestens Anfang 2014, Informationsbedarf bestehen, werden sich die Stadtverwaltung, die Unternehmen, Betreuungseinrichtungen und gegebenfalls Kreisvertreter an einen Tisch setzen und Lösungsansätze erarbeiten.

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