Telgter Bauhof ist gut aufgestellt
Von der Arbeit des Bauhofs der Stadt Telgte machten sich die Vertreter der grünen Ratsfraktion und des Ortsverbands (v. l.) Armgard Werdermann, Sabine Grohnert, Josef Peters, Gerd Klünder, Bettina Schmitte und Gisela Böckmann bei einem Besuch der Einrichtung an der Daniel-Fahrenheit-Straße ein Bild.

 Das Gespräch drehte sich auch um die Frage, ob die jährlich geleisteten 27 000 Arbeitsstunden durch Fremdvergaben teilweise reduziert und so Einsparungen im städtischen Haushalt erreicht werden können. Solche Potenziale sieht Peters in Teilen der Grünpflege, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass Einsparungen in dem Bereich vornehmlich durch sehr niedrigere Löhne erreicht würden. Als interessant bezeichnete Peters dagegen den Ansatz, die Pflege kleinerer Grünflächen und Baumscheiben in den Wohngebieten sowie die regelmäßige Begehung von Spielplätzen teilweise engagierten Bürgerinnen und Bürgern zu überlassen. Der größte Teil der Stunden fließt in die Unterhaltung der städtischen Gebäude und der Straßen. Hier sind oft flexible Einsätze nötig, die durch Fremdvergaben nicht geleistet werden können. Ein weiteres Thema war der Ablauf des Winterdienstes. Hier erläuterte Peters die Priorisierung der Straßen nach deren Verkehrsbelastung im morgendlichen Berufsverkehr und nach Gefahrenstellen sowie das Frühwarn- und Alarmierungssystem. In dem Zusammenhang sprach Sabine Grohnert, Sprecherin der Ratsfraktion, auch die eingesetzten Streumittel und deren Wirkung auf die Pflanzenwelt an. Hier sah Peters einen großen Fortschritt durch den Einsatz von Feuchtsalz. Dies sei nicht nur wirksamer, sondern auch sparsamer, was den Pflanzen nütze und die Kosten reduziere. In besonders sensiblen Bereichen wird laut Peters zum Schutz der Natur auf Granulat zurückgegriffen. Zur Räumung der Radwege, die eine besondere Bedeutung für den morgendlichen Schüler- und Berufsverkehr haben, führte Peters aus, dass derzeit auch hier an einer Priorisierung gearbeitet werde. Das Problem sei eben, dass man nicht Straßen und Radwege gleichzeitig räumen könne, man arbeite aber an einer ausgeglicheneren Lösung. Beeindruckt zeigten sich die Grünen auch bei der Führung durch den Betriebshof, dessen Fahrzeug- und Gerätepark die Vielseitigkeit der Aufgaben deutlich macht. Einsparungen ergeben sich laut Peters durch die Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden, mit denen der Bauhof Geräte für spezielle Arbeiten austauscht. „Wir haben deutlich gesehen“, so Sabine Grohnert, „dass der Bauhof gut aufgestellt und organisiert ist“.

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