Telgter wegen Kinderpornos verurteilt
 Ein 25-jähriger Telgter ist vom Amtsgericht Warendorf wegen Besitz kinder- und jugendpornografischer Schriften zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Das Amtsgericht sah das anders und verurteilte den Telgter zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung.

Als umfangreiches Datenpaket habe der Telgter Pornos herunterladen wollen, wie die Kinder- und Jugendpornografie dabei auf seinem Rechner gelandet seien, könne er sich nicht erklären. 500 Filme habe er mit Hilfe einer Tauschbörse im Internet angeklickt, das Programme habe die Daten über Nacht auf seinen Rechner geladen. Als der 25-Jährige die Filme und Bilder später anschaute und feststellte, um welchen Inhalt es sich handelt, habe er die Dateien teilweise gelöscht. Eigentlich habe er seine Festplatte formatieren wollen, doch die Kriminalpolizei sei diesem Vorhaben mit ihrer Hausdurchsuchung zuvorgekommen.

 „Diese Erklärung ist zu einfach“, befand die Vorsitzende Richterin. „Sie tun so, als wären Sie wie die Jungfrau zum Kind an diese Kinderpornos der übelsten Sorte gekommen.“ Der Telgter räumte ein, mit bestimmten Schlüsselworten die Internettauschbörsen nach Pornos durchsucht zu haben, ohne zu wissen, was er da überhaupt sucht und zum Download anklickt.

„Die Suchworte, die er verwendet hat, führen zwangsläufig zu Kinderpornos“, betonte der ermittelnde Kriminalbeamte im Zeugenstand. Er machte zudem deutlich, dass der Telgte nicht nur einmal, sondern im Laufe von sechs Monaten mehrmals Dateien solchen Inhalts geladen und auch angeschaut hat. Auch gäben die Dateinamen eindeutig Rückschlüsse auf den kinderpornografischen Inhalt der Filme, die unter anderem den Missbrauch an Kleinkindern im Alter von drei Jahren zeigen.

„Der Tatbestand des Besitzes ist erfüllt, ein Geständnis haben Sie nicht vorgebracht und von einer Distanzierung zu den Kinder- und Jugendpornos kann bei Ihnen keine Rede sein“, fasste die Richterin am Ende der Beweisaufnahme zusammen. So viele Dateien mit solch grausamen Inhalten seien schon lange nicht mehr bei einem Einzelnen gefunden worden. Sie verurteilte den 25-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, die zur Bewährung auf drei Jahre ausgesetzt wird. Zudem muss der junge Mann 300 gemeinnützige Stunden verrichten.

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