Turbulentes Treiben um „Kiärkenschatz“
Bild: Mettelem
Beste Unterhaltung boten die Everswinkeler Laienschauspieler.
Bild: Mettelem

Oder bestimmt auch nicht. Fest steht allerdings nach der Premiere, die am Samstagabend vor breitem Publikum in der Festhalle über die Bühne lief: Das war eine begeisternde Leistung aller Schauspieler – ob „alte Hasen“ oder Jungeinsteiger.

Der Beifall während mancher kurioser Szene verbunden mit deftigem Platt war mehr als berechtigt. Und das beherrschen Günter Glose, Brigitte Serries, Tiana Termühlen, Katja Becker, Josef Cremann, Erich Heitmann, Johannes Rieping, Bernhard Stumpe und besonders Britta Becker als Schnodderschnauze perfekt. Mit der Auswahl des unterhaltsamen Stücks, das erstmals im Münsterland aufgeführt wird, haben die Verantwortlichen einen sehr guten Griff getan.

Martin Kirschke hatte vor der Vorhangöffnung zunächst seinen Dank an die Akteure auf und hinter der Bühne vermittelt, freute sich aber auch über die Absicht der Laienspielschar, den Erlös der Vorstellungen zum einen der Jugendfeuerwehr Everswinkel und zum anderen dem Therapeutischen Reiten der Grundschule Everswinkel zu spenden.

Was sich allerdings alles auf der Bühne abspielt, ist nicht leicht nachzuvollziehen, wenn man sich streng an den Titel „De Kiärkenschatz“ hält. Denn man wird nachdenklich, weil man zunächst mehrmals deutlich eine Klospülung zu hören bekommt. Das liegt aber daran, dass diese nur während der Kirchenrenovierung als „stilles Örtchen“ lediglich beim möglicherweise kommenden Ortsvorsteher Buschle (Günter Glose) benutzt werden kann, der sich in seinen nicht vorhandenen PC-Kenntnissen von Dorothea Oppermann (Katja Becker) unterweisen lässt. Die erregt selbstverständlich die Eifersucht von Buschles Ehefrau (Brigitte Serries), deren Tochter Vera (Tiana Termühlen) eine Modelkarriere anstrebt, die von Dorothea Oppermann gefördert wird. Vera bandelt mit Salvatore Samonelli (Johannes Rieping) an, der die Kirche renovieren soll. Küster Lutz (Erich Heitmann) hat sowieso ein Auge auf die Haushälterin (Britta Becker) des Pfarrers (Josef Cremann) geworfen.

Und wer dann noch den „Kiärkenschatz“ findet, über den sich der Pfarrer natürlich freut, der den Kirchenoberen allerdings diese reichhaltige Entdeckung vorenthalten möchte, darüber sollte man sich in den nächsten Vorstellungen darüber informieren (30. März 19.30 Uhr, 31. März, 15.30 Uhr und 7. April, 15.30 Uhr).

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