Umgehungsstraße kann Jahrzehnte dauern

Ein städtebauliches Erschließungskonzept, das in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses vorgestellt wurde, sieht auch eine Umgehungsstraße im Süden Everswinkels vor.

Roger Loh vom Planungsbüro Tischmann Loh wagte in der Sitzung des Planungsausschusses daher einen Blick in die Zukunft und stellte ein städtebauliches Erschließungskonzept vor, mit dem man die Entwicklungsoptionen darstellen kann. Dabei schloss er die südlich der Ortslage vorhandenen landwirtschaftlichen Flächen mit ein und fügte zahlreiche bereits vorhandene Zuwegungen – im Wesentlichen Fuß- und Radwege – in dieses Konzept ein.

Abgegrenzt würde dieser rund 36 Hektar umfassende Entwicklungsbereich durch eine südliche Umgehungsstraße, die von der Hoetmarer Straße bis zur Alverskirchener Straße führen könnte, wie die Lokalpolitiker am Donnerstagabend erfahren konnten. Der Stadtplaner machte aber auch keinen Hehl daraus, dass diese Planungen noch Jahrzehnte dauern könnten und man zunächst auch kleinteilige Entwicklungen in Angriff nehmen könnte.

Bürgermeister Sebastian Seidel steht hinter diesen Überlegungen: „Man muss auch Perspektiven für die Zukunft haben.“ Er regte an, nach anderen Lösungen für die verkehrliche Anbindung des südlichen Bereichs zu suchen, denn „die Umgehungsstraße fällt nicht vom Himmel“.

Karl Stelthove (Bündnisgrüne) mahnte dagegen an, den Flächenverbrauch nicht so groß werden zu lassen. Der Sozialdemokrat Dr. Wilfried Hamann legte in der Diskussion besonderen Wert darauf, in der Hauptsache den Schwerlastverkehr aus dem Dorfkern und aus der Nord-Süd-Achse herauszuhalten.

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