Verbundschule kämpft gegen Rassismus
Bild: Poschmann
Das Prädikat „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ wurde von Dr. Durdu Legler an Lynn Serries, Lukas Rempel und Ralf Kallscheuer (v. l.) überreicht.
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 Am Donnerstag wurde das wertvolle Prädikat durch Dr. Durdu Legler vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Warendorf im Rahmen einer Feierstunde in der Festhalle überreicht. Damit erhielt die Verbundschule als eine von aktuell 2400 Schulen diese Auszeichnung. Das höre sich beinahe beliebig an, sagten die Schülervertreter, „doch 2400 Schulen sind gerade einmal fünf Prozent“. Es reiche jedoch nicht, einen Titel zu bekommen. „Unsere Arbeit beginnt erst jetzt.“ Unter anderem seien Projekte gegen Diskriminierung geplant. „Eine Schule ohne Rassismus wünschen wir uns alle. Ihr habt durch eure Initiative den Anstoß dazu gegeben. Ich danke euch, dass ihr das Format an die Schule gebracht habt“, sagte Schulleiter Hubertus Kneilmann-Uekötter. „Denn alle sollen fair und respektvoll miteinander umgehen.“ Rassismus begegne einem heute leider überall, „das ist ekelhaft“, sagte Bürgermeister Sebastian Seidel. „Diesem Rassismus müssen wir entgegentreten. Das darf nie wieder salonfähig werden. Ihr habt es verstanden und seid ein Vorbild auch für die Erwachsenen.“ Die Patenschaft für das Projekt hat der ehemalige Konrektor und Gründungsmitglied der Verbundschule, Friedhelm Hempelmann, übernommen. Hempelmann ist in diesem Zusammenhang Ansprechpartner für Schülerfragen. „Wir müssen sensibel und hellhörig werden, wenn uns jemand einreden will, es gebe Ungleichheiten zwischen Menschen“, sagte Dr. Durdu Legler, als sie das Prädikat überreichte. Die Schüler hätten sich auf einen spannenden Entwicklungsprozess eingelassen und „es ist großartig, dass ihr diesen Weg gehen wollt.“ Musikalisch untermalt wurde gestern die Feierstunde von Schülern der Everswinkler Verbundschule, die unter anderem „We have a Dream“ von Dieter Bohlen sangen.

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