Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Fokus
Zu einem Erfahrungsaustausch sind Vertreter von neun Telgter Betriebe in den Räumen des Unternehmens Bernd Münstermann zusammengekommen. Es ging um die Schwierigkeiten der Mitarbeiter, Beruf und Familie vereinbaren zu können.

 Andererseits bekommt aber auch die Thematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine besondere Bedeutung für die Betriebe. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zielt dabei nicht nur auf die Mitarbeiter hinsichtlich der Betreuung ihrer Kinder, sondern zunehmend rückt auch die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger in den Vordergrund.

Die Stadt Telgte möchte die in der Emsstadt ansässigen Unternehmen bei diesem Handlungsfeld unterstützen. Bei dem durchgeführten Projekt handelt es sich um einen Teil im Rahmen des durch den Rat der Stadt Telgte beschlossenen Ziel- und Projektplans zur Gestaltung des Demografieprozesses. Vor diesem Hintergrund hat im vierten Quartal 2013 eine Befragung bei den Telgter Betrieben stattgefunden, um den Nachfragebedarf und die Einschätzung der Unternehmer aus deren Mitarbeitergesprächen zu ermitteln, um gegebenenfalls Informations- sowie Beratungsangebote abzuleiten und zu bündeln.

Von den 110 angeschriebenen Unternehmen haben 36 den Fragebogen beantwortet. Zum einen stellt die Stadt Telgte fest, dass bei den Betrieben überwiegend (66 Prozent) die verschiedenen Angebote in Telgte für die Betreuung von Kindern (Ü3 / U3-Betreuung in den Kitas und in Tagespflege, Offene Ganztagsschule an den Grundschulen, Betreuung an den weiterführenden Schulen, Ferienbetreuung) bekannt sind.

Das Angebot wird von 78 Prozent der Unternehmer als ausreichend und flexibel beurteilt. Bereits mehr als 30 Prozent der Betriebe stuft das Thema „Betreuung und Pflege von Angehörigen“ bei den Beschäftigten als zunehmend relevantes Problem ein.

Geäußerter Informationsbedarf der Unternehmen im Rahmen der Befragung wurde bereits in Einzelgesprächen von der Stadtverwaltung beantwortet. Dahingehend stehen Ulrich Junghans (02504/13267, ulrich.junghans@telgte.de) bei Fragstellungen rund um das Thema „Betreuung von Kindern“ und Karla Papendorf (02504/13264, karla.papendorf@telgte.de) bei Fragen zu „Betreuung und Pflege von Angehörigen“ zur Verfügung.

Zudem bekundeten neun Betriebe Interesse an einem Erfahrungsaustausch, der erstmalig im Februar auf Einladung der Stadtverwaltung beim Unternehmen Bernd Münstermann stattgefunden hat. Es stellte sich heraus, dass sich die Problemlagen innerhalb der Betriebe ähneln und oftmals versucht wird, Einzellösungen für die Mitarbeiter zu finden. Stichworte hierbei waren u.a. Teilzeitmodelle, flexible Arbeitszeiten, Home-Office, interne Umfragen und Leitbildentwicklung sowie der Einsatz von Tagesmüttern.

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