Vogel fällt erst weit nach Mitternacht
Bild: Mettelem
Der Vogel fiel erst am Sonntagmorgen: Klaus Peter, hier auf den Schultern seiner Mitstreiter Klaus Brüning und André Deipenbrock, siegte.
Bild: Mettelem

Dabei hatte der Kampf um die Königswürde bereits um 16 Uhr begonnen, ab 17 Uhr sogar mit passendem Kaliber. Doch es sollte noch bis zum nächsten Tag dauern, bis das Ringen um die Königswürde beendet sein würde. Neuer Schützenkönig wurde, nachdem man einen grellen Scheinwerfer auf den Kugelfang gerichtet hatte, um 0.50 Uhr mit dem 941. Schuss Klaus Peter. Der selbstständige Dachdeckermeister hatte sich mit dem Vorsitzenden des Schützenvereins Klaus Brüning und seinem Freund André Deipenbrock über Stunden ein erbittertes Schießen geliefert, an dem sich zwischenzeitlich auch Norbert Kreikenberg mit gezielten Schüssen beteiligte. Der Vogel, ein widerspenstiges Holzvieh, war ein Werk von Heinz Brockmann.

Die kurze Thronberatung zu nächtlicher Stunde brachte Folgendes: Zu seiner Königin erkor Klaus Peter seine Frau Wiebke. Zur Throngesellschaft gehören Andre und Nicole Deipenbrock, Daniela und Andreas Phillipski, Christine und Kai Vosseler sowie Jandrik Winkelkötter und Lisa Rauchensteiner. Die Insignien sicherten sich Thomas Leivermann (Krone), Simon Winkelkötter (Zepter) und Mark Hansel (Apfel), die Flügel brachten Klaus Brüning und Hans Werner Weis zu Fall. Viel früher – es war noch hell – sicherte sich Johanna von Twickel den Titel der Kinderkönigin. Ihr Prinzgemahl ist Ole Gerd-Holling. Kinderthronpaar sind Linus Gerd-Holling und Lucy Herzog. Scheibenkönig wurde bei den Erwachsenen Thomas Leivermann, bei den Jugendlichen Matthis Klobusch. Ehrengardenkönig ist Benjamin Kohues.

Begonnen hatte das Schützenfest am Freitagabend mit dem traditionellen Holzschuhschießen im Breiten Busch. Dort hatte Niklas Musiol das richtige Zielwasser getrunken und mit einer zivilen Uhrzeit um 19.58 Uhr sowie dem 162. Schuss die Würde des Holzschuhkönigs errungen. Der Samstag war geprägt von einem herrlichen Schützenwetter mit viel Sonnenschein, schattigen Plätzen unter den Bäumen am Schützenplatz, einer bunten Kinderbelustigung, die mit Rutsche, der großen Schaukel, dem Glücksrad, der Hüpfburg und vielem anderen die Kinder angelockt hatte, der schwungvollen Musik der Kapelle „Heimatland“ aus Greffen und dem Spielmannszug Alverskirchen sowie der Beköstigung an den verschiedenen Ständen. Der Auftakt des Schützenfestes ist immer die Festmesse in St. Agatha, die von Pfarrer Heinrich Hagedorn zelebriert wurde, und die würdevolle Kranzniederlegung am Mahnmal auf dem Kirchplatz. Dort redete Ehrenoberst Heinz Tertilt. Vor angetretenen Formationen hatte Ehrenoberst Heinz Tertilt die Aufgabe übernommen, in der Gedenkrede an die Verstorbenen und gefallenen Vereinsmitglieder zu erinnern und einen Appell für Frieden in der Welt zu richten. Dann ging es zur Vogelstange.

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